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	<title>Der Chiemgau-Impakt</title>
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	<description>Ein bayerisches Meteoritenkraterfeld</description>
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		<title>Chiemgau-Impakt: Ein neues Kohlenstoff-Impaktgestein</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 13:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Zusammenarbeit des CIRT mit Dr. Tatyana Shumilova, Direktorin des Labors für Diamant-Mineralogie, Geologisches Institut, Komi-Wissenschaftszentrum der Russischen Akademie der Wissenschaften in Syktyvkar, ist eine erste Publikation mit einer Präsentation auf der 43. Lunar and Planetary Science Conference (LPSC), 19. &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2012/02/20/chiemgau-impakt-ein-neues-kohlenstoff-impaktgestein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Zusammenarbeit des CIRT mit Dr. Tatyana Shumilova, Direktorin des Labors für Diamant-Mineralogie, Geologisches Institut, Komi-Wissenschaftszentrum der Russischen Akademie der Wissenschaften in Syktyvkar, ist eine erste Publikation mit einer Präsentation auf der 43. Lunar and Planetary Science Conference (LPSC), 19. – 23. März 2012, The Woodlands, Texas, USA</p>
<p><a href="http://www.lpi.usra.edu/meetings/lpsc2012/programAbstracts/view/">http://www.lpi.usra.edu/meetings/lpsc2012/programAbstracts/view/</a></p>
<p>entstanden:</p>
<p><strong>Shumilova T. G.,  Isaenko S. I.,   Makeev B. A.,   Ernstson K.,   Neumair A.,  Rappenglück M. A.: Enigmatic Poorly Structured Carbon Substances from the Alpine Foreland, Southeast Germany:  Evidence of a Cosmic Relation [Abstract #1430]. </strong></p>
<p>In der Untersuchung geht es um ein bisher unbekanntes Impaktgestein mit einer Kohlenstoff-Hochdruck-/Hochtemperaturmodifikation, das zum ersten Mal im Kraterstreufeld des Chiemgau-Impaktes gefunden wurde.</p>
<p>Das Abstract kann heruntergeladen werden:</p>
<p><a href="http://www.lpi.usra.edu/meetings/lpsc2012/pdf/1430.pdf">http://www.lpi.usra.edu/meetings/lpsc2012/pdf/1430.pdf</a></p>
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		<title>Neue Bilder des Monats: Shattercones vom Tüttensee-Krater (Chiemgau-Impakt)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 15:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder des Monats]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.chiemgau-impakt.de/?p=644</guid>
		<description><![CDATA[Shattercones (englisch häufiger shatter cones; deutsch: Schmetter-Kegel) sind kegelförmige Brüche mit typischen Bruchflächenmarkierungen, die von Schockwellen erzeugt werden und die zu den wohlbekannten und sicheren makroskopischen Schockmerkmalen in Gesteinen von Meteoritenkratern (Impaktstrukturen) gehören. Im Bereich der Krater des Chiemgau-Impaktes waren bisher keine &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2012/02/04/neue-bilder-des-monats-shattercones-vom-tuttensee-krater-chiemgau-impakt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Shattercones (englisch häufiger <em>shatter</em> <em>cones; </em>deutsch:<em> Schmetter-Kegel</em>) sind kegelförmige Brüche mit typischen Bruchflächenmarkierungen, die von Schockwellen erzeugt werden und die zu den wohlbekannten und sicheren makroskopischen Schockmerkmalen in Gesteinen von Meteoritenkratern (Impaktstrukturen) gehören.</p>
<p>Im Bereich der Krater des Chiemgau-Impaktes waren bisher keine Shattercones als sicheres Impakt-Indiz gefunden worden, was mit den vorherrschend sehr lockeren Gesteinsmassen im Einschlaggebiet erklärt werden konnte. In dieser Hinsicht muss offensichtlich umgedacht werden, seit vor kurzem im Bereich des Tüttensee-Ringwalles ein Stein mit klaren Shattercone-Strukturen aufgefunden wurde (Abb. 1).</p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/bild-11.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-650" title="bild 1" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/bild-11-269x300.jpg" alt="" width="269" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Abb. 1. Shattercone-Doppelkegel vom Tüttensee-Krater.<span id="more-644"></span></strong></p>
<p>Es handelt sich um einen an den Bruchflächen aus einem feinkörnigen Sandstein herausgewitterten Doppelkegel entgegengesetzter Orientierung, von denen die Kegelstümpfe erhalten sind (Abb. 2).</p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/abb.-21.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-653" title="abb. 2" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/abb.-21.jpg" alt="" width="916" height="433" /></a></p>
<p><strong>Abb. 2. Die ergänzten Stümpfe der gegenläufigen Shattercones und der kreisförmige Kegelschnitt des größeren der beiden Kegel. </strong></p>
<p>Einen guten Vergleich erlaubt eine Gegenüberstellung mit einem Shattercone aus dem Crooked Creek-Meteoritenkrater in Missouri, USA (Abb. 3).</p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/crooked-creek-und-tüttensee-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-647" title="crooked creek und tüttensee 2" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/crooked-creek-und-tüttensee-2.jpg" alt="" width="1772" height="1329" /></a></p>
<p><strong>Abb. 3. Tüttensee-Shattercones und Shattercone in Dolomit vom Crooked Creek-Meteoritenkrater, Missouri, USA. </strong></p>
<p>Obgleich angewittert, sind die typischen Pferdeschwanz-Bruchflächenmarkierungen der Tüttensee-Shattercones noch gut erkennbar. Eine Verwechslung mit anderen Strukturen (Tutenmergel [cone-in-cone-Strukturen], Lanzettbrüchen, Windschliff usw.), wie es bei unerfahrenen Beobachtern immer wieder vorkommt und selbst im Internet fälschlich gezeigt wird, ist auszuschließen.</p>
<p>Wegen des Fundes im Bereich der Auswurfmassen des Tüttensee-Ringwalls ist davon auszugehen, dass sich die Shattercones nahe dem zentralen Einschlagpunkt gebildet haben, wo die notwendigen Schockdrücke (grob 20 &#8211; 200 Kilobar) herrschten, um dann als Bruchstück bei der Exkavation mit den Auswurfmassen nach oben und außen zu gelangen. Welche Form das Ausgangsgestein hatte, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Es könnte ein großer Moränenfindling gewesen sein, aber auch eine größere Sandsteinkomponente als Teil einer stärkeren Nagelfluhplatte. Große scharfkantig gebrochene Gesteinsbrocken finden sich heute noch im Bereich des Tüttenseeufers. Ob sich Shattercones in Ausnahmenfällen auch in einzelnen Geröllen bilden können, ist unbekannt, aber auch nicht völlig auszuschließen. Vieles wird beim Bildungsprozess der Shattercones immer noch nicht verstanden. Z.B. ist bis heute ungeklärt, warum im Nördlinger Ries eindeutige Shattercones bisher nur in Kristallingesteinen aber nie in den eigentlich hervorragend geeigneten Malmkalksteinen gefunden wurden, obgleich die Druckverhältnisses leicht ausgereicht haben müssten. Bei den Shattercones des Ries-Kraters ist auch anzumerken, dass sie nicht nur im Krater selbst im anstehenden Kristallin angetroffen werden (z.B. im aufgelassenen Steinbruch von Wengenhausen), sondern auch in schönen Exemplaren aus den Auswurfmassen der Bunten Brekzie bekannt sind. Das sind dieselben Verhältnisse, wie wir sie offenbar auch am Tüttensee haben: Die Shattercones entstehen ganz am Anfang des Einschlagprozesses beim Durchgang der Schockwelle und werden dann anschließend im geschockten Gestein mit ausgeworfen.</p>
<p>Bemerkenswert bei den Shattercones vom Tüttensee ist die Kombination der entgegengesetzt orientierten Kegel. Im allgemeinen und statistisch belegt zeigen die Spitzen der Kegel etwa in Richtung auf den Ursprung der erzeugenden Schockwelle. Aber auch extrem variierende Orientierungen werden beobachtet, und vielfach gibt es &#8211; wie im Fall Tüttensee &#8211; auch genau entgegengesetzt ausgerichtete Kegel. Dafür gibt es auch eine physikalische Erklärung (David 1977), auf die hier nicht weiter eingegangen wird. Im Fall der Shattercones vom Crooked Creek-Krater (Abb. 3) sind gegenläufige Kegel relativ häufig, und Abb. 4 und Abb. 5 zeigen Beispiele vom Steinheimer Becken und vom Kentland-Krater.</p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/steinheim-shattercones.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-659" title="steinheim shattercones" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/steinheim-shattercones.jpg" alt="" width="264" height="198" /></a></p>
<p><strong>Abb. 4. Gegenläufige Shattercones als  Negativ and Positiv in Malm-Kalkstein, Impaktstruktur Steinheimer Becken (Deutschland).</strong></p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/kentland.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-657" title="kentland" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2012/02/kentland-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a></p>
<p><strong>Abb. 5. Zwei Shattercones mit gegenläufiger Orientierung. Kentland-Impaktstruktur (Indiana, USA).</strong></p>
<p>Abschließend soll der Hinweis nicht fehlen, dass es sich bei dem Fund vom Tüttensee um einen Lesestein handelt.  Der Fundpunkt im Bereich der Auswurfmassen des Meteoritenkraters verlangt schon sehr viel Fantasie, diesen Shattercone-Stein NICHT im Zusammenhang mit dem Chiemgau-Impakt zu sehen. Im strengen Sinne beweiskräftig für die Verfechter des Impaktes ist er damit nicht, und eine Entstehung bei einem viele Millionen Jahre zurückliegenden Impakt im alpinen Bereich, der heute als Struktur nicht mehr erkennbar ist, kann natürlich nicht 100%ig ausgeschlossen werden. Im selben Sinne könnte man dann aber auch argumentieren, dass sich die Shattercones im Ries-Krater bereits bei einem Impakt in grauer geologischer Vorzeit im tiefliegenden Kristallin gebildet haben, um dann vor etwa 15 Millionen Jahren bei der Rieskrater-Entstehung das &#8220;Licht der Welt zu erblicken&#8221;. Gegen eine Bildung der Tüttensee-Shattercones in einem viel früheren Impakt und ein Überleben in einem eiszeitlich oder nacheiszeitlich transportierten Geröll sprechen allerdings die noch sehr frisch erscheinenden Konturen der Bruchkanten des Fundstückes.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich folgern: Unsere ursprüngliche Ansicht, dass die überwiegend sehr lockeren Gesteine des Chiemgau-Einschlaggebietes die Bildung von Shattercones nicht erwarten lassen, ist offenbar nicht mehr aufrechtzuerhalten. Das bedeutet, dass eine weitere Suche noch solchen Belegstücken durchaus erfolgreich sein kann, wozu der Leser ermuntert wird. Wichtig dabei ist, dass er sich gut die wesentlichen Merkmale dieser ganz besonderen Bruchflächenmarkierungen einprägt. Die wohl umfangreichste Information zu Shattercones kann hier im Internet angeklickt werden:</p>
<p><a href="http://www.impaktstrukturen.de/impaktgesteine-impaktite/shattercone-seite/">http://www.impaktstrukturen.de/impaktgesteine-impaktite/shattercone-seite/</a></p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>David, E. (1977): Anmerkung zur Bruchmechanik der shatter-cone-Bildung. &#8211; Geologica Bavarica, 75, 285-287.</p>
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		<title>Zwei Beiträge zum Chiemgau-Impakt auf der Herbsttagung der AGU in San Francisco</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/12/16/2-beitrage-zum-chiemgau-impakt-auf-der-herbsttagung-der-agu-in-san-francisco/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 09:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der renommierten Herbsttagung der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco, 5. &#8211; 9. Dezember, haben Andreas Neumair und Kord Ernstson vom CIRT zwei Beiträge präsentiert. Die Text-Zusammenfassungen können hier angeklickt werden: Ernstson, K. &#38; Neumair, A. (2011), Geoelectric &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/12/16/2-beitrage-zum-chiemgau-impakt-auf-der-herbsttagung-der-agu-in-san-francisco/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der renommierten Herbsttagung der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco, 5. &#8211; 9. Dezember, haben Andreas Neumair und Kord Ernstson vom CIRT zwei Beiträge präsentiert. Die Text-Zusammenfassungen können hier angeklickt werden:</p>
<p><a href="http://www.agu.org/cgi-bin/SFgate/SFgate?language=English&amp;verbose=0&amp;listenv=table&amp;application=fm11&amp;convert=&amp;converthl=&amp;refinequery=&amp;formintern=&amp;formextern=&amp;transquery=ernstson&amp;_lines=&amp;multiple=0&amp;descriptor=%2fdata%2fepubs%2fwais%2findexes%2ffm11%2ffm11%7c697%7c3754%7cGeoelectric%20Complex%20Resistivity%20Measurements%20of%20Soil%20Liquefaction%20Features%20in%20Quaternary%20Sediments%20of%20the%20Alpine%20Foreland%2c%20Germany%7cHTML%7clocalhost:0%7c%2fdata%2fepubs%2fwais%2findexes%2ffm11%2ffm11%7c44981571%2044985325%20%2fdata2%2fepubs%2fwais%2fdata%2ffm11%2ffm11.txt">Ernstson, K. &amp; Neumair, A. (2011), Geoelectric Complex Resistivity Measurements of Soil Liquefaction Features in Quaternary Sediments of the Alpine Foreland, Germany, Abstract NS23A-1555 presented at 2011 Fall Meeting, AGU, San Francisco, Calif., 5-9 Dec.</a></p>
<p>Das Poster kann hier angeklickt werden:  <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/12/Poster-Ernstson-Neumair.pdf">Poster Ernstson &amp; Neumair</a></p>
<p><a href="http://www.agu.org/cgi-bin/SFgate/SFgate?language=English&amp;verbose=0&amp;listenv=table&amp;application=fm11&amp;convert=&amp;converthl=&amp;refinequery=&amp;formintern=&amp;formextern=&amp;transquery=neumair&amp;_lines=&amp;multiple=0&amp;descriptor=%2fdata%2fepubs%2fwais%2findexes%2ffm11%2ffm11%7c668%7c4242%7cGeomagnetic%20and%20morphological%20signature%20of%20small%20crateriform%20structures%20in%20the%20Alpine%20Foreland%2c%20Southeast%20Germany%7cHTML%7clocalhost:0%7c%2fdata%2fepubs%2fwais%2findexes%2ffm11%2ffm11%7c29261488%2029265730%20%2fdata2%2fepubs%2fwais%2fdata%2ffm11%2ffm11.txt">Neumair, A. &amp; Ernstson, K. (2011), Geomagnetic and morphological signature of small crateriform structures in the Alpine Foreland, Southeast Germany, Abstract GP11A-1023 presented at 2011 Fall Meeting, AGU, San Francisco, Calif., 5-9 Dec.</a></p>
<p>Das Poster kann hier angeklickt werden: <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/12/Poster-Neumair-Ernstson.pdf">Poster Neumair &amp; Ernstson</a></p>
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		<title>Ein neuer Artikel zum Chiemgau-Impakt</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/12/02/ein-neuer-artikel-zum-chiemgau-impakt/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 13:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Druck angenommen und publiziert  http://www.springerlink.com/content/1166143hjp83647w/) wurde der Artikel The sinkhole enigma in the alpine foreland, Southeast Germany: Evidence of impact-induced rock liquefaction processes von Kord Ernstson, Werner Mayer, Andreas Neumair und Dirk Sudhaus  Central European Journal of Geosciences Der Artikel beschreibt die ersten geologischen und &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/12/02/ein-neuer-artikel-zum-chiemgau-impakt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Druck angenommen und publiziert  <a href="http://www.springerlink.com/content/1166143hjp83647w/" target="_blank">http://www.springerlink.com/content/1166143hjp83647w/</a>) wurde der Artikel</p>
<h1>The sinkhole enigma in the alpine foreland, Southeast Germany: Evidence of impact-induced rock liquefaction processes</h1>
<h1>von <span style="color: #000000;"><a title="View content where Author is Kord Ernstson" href="http://www.springerlink.com/content/?Author=Kord+Ernstson" target="_blank"><span style="color: #000000;">Kord Ernstson</span></a></span>, Werner Mayer, Andreas Neumair und Dirk Sudhaus<span class="Apple-style-span" style="color: #333333; font-weight: 300;"> </span></h1>
<h3><a href="http://www.springerlink.com/content/2081-9900/">Central European Journal of Geosciences</a></h3>
<h3><span class="Apple-style-span" style="font-size: 15px; letter-spacing: normal; line-height: 24px; text-transform: none;"><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/12/versita1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-597" title="versita" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/12/versita1.jpg" alt="" width="978" height="373" /></a></span></h3>
<p>Der Artikel beschreibt die ersten geologischen und geophysikalischen Untersuchungen zum Phänomen der sogenannten &#8220;Donnerlöcher&#8221; im Raum Kienberg nördlich vom Chiemsee in Südost-Bayern. Die Autoren kommen zum Schluss, dass die seit Menschengedenken rätselhaften unzähligen plötzlichen Geländeeinbrüche auf späte und auch noch heute wirksame Prozesse einer früheren schockartigen Bodenverflüssigung (Liquefaktion) im Untergrund zurückzuführen sind, wie sie von sehr starken Erdbeben bekannt ist. Die geologisch so markanten Strukturen im Untergrund, wie sie diese neuen Untersuchungen aufgedeckt haben, werden als Folge des Impaktschocks im Zuge der Entstehung des Chiemgauer Meteoritenkrater-Streufeldes (Chiemgau-Impakt) verstanden.</p>
<p><strong>Der Artikel ist zu zitieren als</strong>  Ernstson, K., Mayer W., Neumair, A., and Sudhaus, D. (2011): The sinkhole enigma in the alpine foreland, Southeast Germany: Evidence of impact-induced rock liquefaction processes. &#8211; Cent. Eur. J. Geosci., 3(4), 385-397.  DOI: 10.2478/s13533-011-0038-y</p>
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		</item>
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		<title>Die Gravimetrie des Tüttensee-Kraters &#8211; neu beleuchtet</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/10/20/die-gravimetrie-des-tuttensee-kraters-neu-beleuchtet/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 16:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wurden von einem aufmerksamen Internet-Besucher auf einen Blogartikel des Dr. Robert Huber, Meeresgeologe von der Universität Bremen (den wir bereits im Zusammenhang mit den regmaglyptischen Furchensteinen vom Chiemsee und seiner Interpretation als Fraß von Bakterien, Algen und Muscheln kennengelernt &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/10/20/die-gravimetrie-des-tuttensee-kraters-neu-beleuchtet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir wurden von einem aufmerksamen Internet-Besucher auf einen Blogartikel des Dr. Robert Huber, Meeresgeologe von der Universität Bremen (den wir bereits im Zusammenhang mit den regmaglyptischen Furchensteinen vom Chiemsee und seiner Interpretation als Fraß von Bakterien, Algen und Muscheln kennengelernt haben) hingewiesen, in dem Huber auf die Gravimetrie des Tüttensee-Kraters (Ernstson 2005) eingeht (Huber 2011). Wir haben uns diesen Blog-Text angeschaut und gefunden, dass Huber eine ganz neue, verblüffende Erklärung für die Schwereanomalien gefunden hat. Gleich zu Beginn lesen wir, dass Huber bereits in einem vorangegangenen Beitrag gemeint hat, zur Interpretation der Gravimetrie beitragen zu können. Diesen Beitrag haben wir leider nicht mehr im Blog finden können, worauf uns der oben genannte aufmerksame Leser mitgeteilt hat, dass in diesem nun nicht mehr existierenden Beitrag Huber offensichtlich die beiden geophysikalischen Verfahren der Gravimetrie und Geomagnetik nicht recht hat unterscheiden können.</p>
<p>In dem hier zur Diskussion stehenden Beitrag ist allerdings nur noch von der Gravimetrie am Tüttensee die Rede. Kurz zusammengefasst lautet die These von Huber:<span id="more-565"></span></p>
<p>(1) Der Tüttensee liegt in einer geologischen Senke (Huber: &#8220;Tüttensee-Molassesenke&#8221;), die in einer Dissertation (Papadeas 1972) aufgrund von Bohrungen konstruiert wurde. Die Karte von Papadeas zeigt nachgezeichnet und leicht vereinfacht (die Ausstrichflächen der Molasse wurden &#8211; weil unerheblich &#8211; fortgelassen) hier unsere Abb. 1.</p>
<p style="text-align: justify;">(2) Die &#8220;Tüttensee-Molassesenke&#8221; (Huber) bestätigt die von Ernstson (2005) gravimetrisch nachgewiesene Grabenstätt-Rinne.</p>
<p style="text-align: justify;">(3) Die Grabenstätt-Rinne [aus der Gravimetrie abgeleitet - unser Ergänzung] ist keine &#8220;unabhängige Struktur&#8221; sondern &#8220;setzt sich unter dem Tüttensee fort.&#8221; (Zitate Huber)</p>
<p style="text-align: justify;">(4) In den gravimetrischen Messungen von Ernstson (2005) paust sich der Molasseuntergrund durch.</p>
<p> Da der Leser, der sich nicht die Mühe macht, den detaillierten Orginalartikel (Ernstson 2005) zu lesen, von Huber in die Irre geführt wird, wollen wir hier Stellung dazu nehmen. Das geschieht ebenfalls sehr kurz, da die Ausführungen von Huber es nicht rechtfertigen, die Gravimetrie hier im einzelnen noch einmal zu erklären.</p>
<p>&#8211; In unserer Abb. 1 haben wir die Karte von Papadeas (1972) mit der Schwerekarte von Ernstson (2005, Abb. 4) unterlegt. Danach fällt entgegen der Behauptung von Huber die gravimetrisch gefundene Grabenstätt-Rinne nicht mit seiner sogenannten &#8220;Tüttensee-Molassesenke&#8221; zusammen, was insbesondere die in Abb. 1 eingezeichnete Achse der Grabenstätt-Rinne zeigt.</p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/10/Abb.-1-huber1.png"><img class="alignnone size-full wp-image-567" title="Abb. 1 huber" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/10/Abb.-1-huber1.png" alt="" width="876" height="807" /></a><strong>Abb. 1. Karte der Molasse-Oberfläche (etwas vereinfacht nach Papadeas (1972)) mit der unterlegten Karte der Gravimetrie (Ernstson 2005). Die Anzahl und Lage der für die Karte verwendeten Bohrungen ist der Karte leider nicht zu entnehmen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8211; Abb. 2 mit dem gravimetrischen Gradientenfeld zeigt noch deutlicher, dass die beiden Achsen nichts miteinander zu tun haben und dass die Tüttensee-Krateranomalie in der Flanke der Grabenstätt-Rinne liegt. Die Aussage Huber, dass sich die Grabenstätt-Rinne unter dem Tüttensee fortsetzt, verfälscht die tatsächlichen Gegebenheiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/10/Abb.-2-huber.png"><img class="alignnone size-full wp-image-568" title="Abb. 2 huber" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/10/Abb.-2-huber.png" alt="" width="1135" height="704" /></a></p>
<p><strong>Abb. 2. Karte des gravimetrischen Horizontalgradienten mit den wesentlichen Parametern Achse und Flanken der Grabenstätt-Rinne, dazu eingezeichnet die Achse der sogenannten &#8220;Tüttensee-Molassesenke&#8221; (Huber). Die starke lokale, ringförmige Anomalie des Tüttensee-Kraters hat mit den großen Molassestrukturen nicht das geringste zu tun.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8211; In Abb. 3 sind für die Profillinie der Abb. 1 die jeweiligen Querschnitte für die Grabenstätt-Rinne und die sogenannte &#8220;Tüttensee-Molassesenke&#8221; eingezeichnet. Man erkennt a) noch einmal, dass die beiden Strukturen nichts miteinander zu tun haben, und b) dass sie sich in ihren Eintiefungen um nahezu eine ganze Größenordnung unterscheiden. Um es auf die Meeresgeologie zu übertragen: Es hieße, die Tiefe der Ostsee neben die Tiefe des Mittelmeeres zu stellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/10/Abb.-3-huber.png"><img class="alignnone size-full wp-image-569" title="Abb. 3 huber" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/10/Abb.-3-huber.png" alt="" width="1124" height="532" /></a></p>
<p><strong>Abb. 3. Die Profile (entlang der Linie in Abb. 1) für die Grabenstätt-Rinne und die sogenannte Tüttensee-Molassesenke (Huber) belegen, dass die beiden Strukturen nichts miteinander zu tun haben. Die Tiefen  für die Grabenstätt-Rinne sind der Abb. 9 in Ernstson (2005) entnommen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8211; Aussage Huber: Durch den Prozess der Subtraktion von gemessenem und Regionalfeld &#8220;wird das Feld der Tüttensee-Molassesenke überproportional stark gewichtet und es zeigt sich eine ringförmige Schwereanomalie (siehe Ernstson Abb. 7).&#8221; (Zitat).</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Aussage belegt, dass sich Huber der Sinn gravimetrischer Untersuchungen und Vorgehensweisen offenbar bisher nicht erschlossen hat. Was mit einer überproportionalen Wichtung des Regionalfeldes gemeint ist und angeblich zu der ringförmigen Tüttensee-Anomalie geführt haben soll, bleibt vollkommen im Dunklen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was will uns Huber mit seinem Beitrag sagen? Die Aussage, dass sich in der Gravimetrie der Molasseuntergrund in Form der Grabenstätt-Rinne durchpaust, ist für jeden, dem die Gravimetrie etwas sagt und der den Artikel von Ernstson (2005) mit Verstand gelesen hat, aufgrund der Dichtedifferenzen selbstverständlich. Aber das hat mit der überlagerten kleinen lokalen Schwereanomalie des Tüttensee-Kraters mit den ringförmigen starken Gradienten nichts zu tun.</p>
<p style="text-align: justify;">Es bleibt der Schluss, dass der Beitrag von Huber dem Leser suggerieren soll, dass die Ergebnisse der Gravimetrie im Bereich des Tüttensees nichts Besonderes seien. Allerdings gibt das Sinn vor dem Hintergrund, dass im Artikel von Ernstson (2005) explizit ausgeführt wird, dass die Ergebnisse der Gravimetrie mit der Annahme eines Toteiskessels nicht vereinbar sind. Im Gegenteil sprechen sie für einen Meteoriteneinschlag, bei dem es zu einer Schockverdichtung um den Tüttensee-Krater herum gekommen ist, was die Gravimetrie wunderbar aufzeigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Bezug auf den Huber-Beitrag möge der Leser selbst über diese Art Wissenschaft urteilen.</p>
<p style="text-align: justify;">Literatur:</p>
<p style="text-align: justify;">Ernstson, K. (2005): Gravimetrische Untersuchungen bei Grabenstätt: Anzeichen für einen Impaktursprung des Tüttensee-Kraters (Chiemgau-Impakt) erhärtet. <a href="http://chiemgau-impakt.de/pdfs/Gravimetrische_untersuchungen.pdf">Link</a>.<a href="http://chiemgau-impakt.de/pdfs/Gravimetrische_untersuchungen.pdf"> </a></p>
<p style="text-align: justify;">Huber, R. (2011): Die Molasse unter dem Tüttensee. http://chiemgauimpact.blogspot.com/</p>
<p style="text-align: justify;">Papadeas, G. (1972): Hydrogeologie und Hydrochemie des Chiemsee-Traun-Gebietes mit quartärgeologischen Spezialuntersuchungen. Technische Universität München. 119 pp.</p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/28e2f26053f2493cba5b1db3379c4b1c" width="1" height="1" alt="" /></p>
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		<title>Meteoriteneinschlag bei Nördlingen in Spiegel Online &#8211; gar nicht so rätselhaft</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/09/08/meteoriteneinschlag-bei-nordlingen-in-spiegel-online-gar-nicht-so-ratselhaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 13:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Meteoriteneinschlag bei Nördlingen &#8211; Geologen ergründen Europas Urkatastrophe. Das meiste, was der Spiegel da an aufregenden Dingen berichtet, ist seit langer Zeit bekannt. Und gar nicht so rätselhaft, wie im Artikel suggeriert, waren bzw. sind die Beobachtungen zu den geringen &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/09/08/meteoriteneinschlag-bei-nordlingen-in-spiegel-online-gar-nicht-so-ratselhaft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meteoriteneinschlag bei Nördlingen &#8211; Geologen ergründen Europas Urkatastrophe.</strong></p>
<p>Das meiste, was der Spiegel da an aufregenden Dingen berichtet, ist seit langer Zeit bekannt. Und gar nicht so rätselhaft, wie im Artikel suggeriert, waren bzw. sind die Beobachtungen zu den geringen Schmelzmengen und zum fehlenden Zentralberg. Die fehlenden Schmelzmengen bei Meteoritenkratern in Untergrundgesteinen aus Sedimenten und gemischt Sedimenten/Kristallingesteinen wurden schon vor 30 Jahren festgestellt und erörtert. In der Arbeit von Kieffer, S. &amp; Simonds, C.S. (1980): The role of volatiles and lithology in the impact cratering process. &#8211; Review of Geophysics and Space Physics, 18, 143-181 <span id="more-555"></span>wird dieses bemerkenswerte Fehlen bereits so erklärt, dass die Schmelzmengen beim Einschlag durchaus produziert, aber durch die riesigen freiwerdenden Gasmengen von vor allem Wasserdampf aus dem Grundwasser und Kohlendioxid aus den geschockten Kalkgesteinen fein dispergiert und in alle Himmelsrichtungen geblasen werden.</p>
<p>Auch der fehlende Zentralberg beim Rieskrater ist längst diskutiert und erklärt worden und im Vergleich mit anderen Kratern nichts Besonderes. Man unterscheidet bei Meteoritenkratern zwischen einfachen, schüsselformigen Strukturen sowie komplexen Strukturen mit einem Zentralberg (wie das Steinheimer Becken) oder Ringsystemen (wie eben das Nördlinger Ries). Das ist eine Frage der Kratergröße und wird mit der Wirkung vor allem der Schwerkraft  beim Kollaps der Kraterhohlform (Modifikationsphase) nach der Auskesselung (Exkavationsphase) erklärt (<a href="http://www.impaktstrukturen.de/understanding-the-impact-cratering-process/" target="_blank">http://www.impaktstrukturen.de/understanding-the-impact-cratering-process/</a>). Der innere Ring beim Ries ist immer bekannt gewesen, und nach geophysikalischen Messungen der Seismik, Gravimetrie, Geomagnetik und Geoelektrik (<a href="http://www.impaktstrukturen.de/geophysik-von-impaktstrukturen/geoelektrik/" target="_blank">http://www.impaktstrukturen.de/geophysik-von-impaktstrukturen/geoelektrik/</a> , Fig. 7) scheint sich innerhalb des inneren Ringes mit etwa 10 km Durchmesser noch ein &#8220;innerster Ring&#8221; mit grob 5 km Durchmesser gebildet zu haben. Der könnte gut ein Äquivalent zum nur scheinbar fehlenden Zentralberg sein. Experten &#8211; wie im Spiegel zu lesen &#8211; sollten da nicht irritiert sein.</p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/09/innermost-ring.png"><img class="alignnone size-full wp-image-556" title="innermost ring" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/09/innermost-ring.png" alt="" width="293" height="399" /></a></p>
<p>Geophysikalische Messungen der Seismik, Gravimetrie, Geomagnetik und Geoelektrik mit dem Befund eines innersten Ringwalls, der für den vermissten Zentralberg stehen könnte.</p>
<p>(Nach Ernstson, K.: The structure of the Ries crater from geoelectric depth soundings. &#8211; J. Geophys., 40, 639-659, 1974)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Chiemgau-Impakt und Wikipedia</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/09/06/der-chiemgau-impakt-und-wikipedia/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 17:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.chiemgau-impakt.de/?p=548</guid>
		<description><![CDATA[Wir verfolgen mit Interesse Diskussionen zu einschlägigen Wikipedia-Artikeln und möchten, dass die Leser/innen dieser Seite die Möglichkeit haben, sich einen eigenen Eindruck von der wechselvollen Qualität der Diskussionsbeiträge zu machen und sich ein eigenes Urteil über die verschiedenen Versionen der &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/09/06/der-chiemgau-impakt-und-wikipedia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir verfolgen mit Interesse Diskussionen zu einschlägigen<br />
Wikipedia-Artikeln und möchten, dass die Leser/innen dieser Seite die Möglichkeit<br />
haben, sich einen eigenen Eindruck von der wechselvollen Qualität der<br />
Diskussionsbeiträge zu machen und sich ein eigenes Urteil über die<br />
verschiedenen Versionen der Wikipedia-Artikel zu bilden:</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Chiemgau-Einschlag" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Chiemgau-Einschlag</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neue Bilder des Monats: Schock-Spallation &#8211; ein typischer Impaktprozess im Chiemgauer Meteoritenkrater-Streufeld</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/08/25/schock-spallation-ein-typischer-impaktprozess-im-chiemgauer-meteoritenkrater-streufeld/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 10:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder des Monats]]></category>

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		<description><![CDATA[Spallation leitet sich aus dem Englischen to spall = abplatzen, absplittern her und ist in verschiedenen Bereichen, z.B. in der Kernphysik, gebräuchlich. Bei Impakt-Prozessen spielt die Spallation eine wichtige Rolle (was allerdings selten richtig gewürdigt wird) und ist eng mit &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/08/25/schock-spallation-ein-typischer-impaktprozess-im-chiemgauer-meteoritenkrater-streufeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6 style="text-align: justify;"><span id="more-443"></span>Spallation leitet sich aus dem Englischen <em>to spall = abplatzen, absplittern</em> her und ist in verschiedenen Bereichen, z.B. in der Kernphysik, gebräuchlich. Bei Impakt-Prozessen spielt die Spallation eine wichtige Rolle (was allerdings selten richtig gewürdigt wird) und ist eng mit der Ausbreitung von Schockwellen verbunden. Vereinfacht sieht der Prozess folgendermaßen aus: Trifft die das Gestein durcheilende Druckwelle des Schocks auf eine freie Oberfläche, so wird sie dort als eine Zugwelle praktisch derselben Energie reflektiert. Und während eine Druckwelle das Gestein komprimiert, zieht eine Zugwelle das Material auseinander, wobei es zu Zugrissen und im Extremfall zu einem Abplatzen und einem Auseinandersplittern kommen kann. Dem kommt entgegen, dass die Zugfestigkeit aller Materialien, also auch der Gesteine, deutlich geringer ist als die Druckfestigkeit. Deshalb wird vielfach übersehen, dass die gewaltigen Zerstörungen beim Impakt weniger durch den Druck der Schockwellen als vor allem durch den Zug reflektierter Entlastungswellen hervorgerufen werden. Dabei muss es nicht immer zur Reflexion an freien Oberflächen kommen; auch an Grenzflächen im Gestein, an denen die sogenannte Impedanz (das ist das Produkt aus Dichte und Schallgeschwindigkeit des Materials) stark abnimmt, wird ein merklicher Teil des Drucks in Form von Zug zurückgeworfen. Bemerkenswert, aber mit der Schockphysik verträglich ist, dass dieser Prozess der Spallation in beliebigen Maßstäben zu beobachten ist: von mikroskopisch kleinen Verformungen bis hin zur Bewegung riesiger Gesteinskomplexe.</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/cobble-11.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-465" title="cobble 1" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/cobble-11.jpg" alt="" width="850" height="618" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;">Abb. 1. Ein Kalkstein-Geröll (14 cm lang) mit den typischen offenen Spallationsrissen. Besonders schön wird der Vorgang dadurch dokumentiert, dass die laufenden Risse mitten im Geröll stecken geblieben sind. Wären sie weiter gelaufen, wäre das Geröll in Teile zerbrochen, und nichts Besonderes wäre mehr zu erkennen gewesen. Zum Verständnis sei ergänzend angemerkt, dass Risse  immer an einer bestimmten Stelle im Material beginnen und sich von dort mit einer bestimmten Bruchgeschwindigkeit bewegen, die sich während des Bruches verändern und auch Null werden kann. Dann bleibt der Riss stehen, es sei denn, ihm wird wieder Energie zugeführt, so dass er weiterläuft.</span></p>
<p style="text-align: justify;"> Beim Chiemgau-Impakt liegen ganz besondere Gegebenheiten für Schock-Spallation vor, und zwar vor allem in Form der festen alpinen Gesteinsgerölle. Abgesehen vom Auftreten in den stark zementierten Nagelfluh-Platten finden sich die Gerölle meist in lockerer Schüttung und damit prädestiniert für eine Reaktion auf den Durchgang von Schockwellen mit resultierender Spallation. Nicht nur dass wir den extremen Impedanzkontrast an der Oberfläche der harten Gerölle haben, auch die häufig kugelige Form fördert den Effekt dadurch, dass die Schock- und Zugwellen im Inneren lupen- oder hohlspiegelartig fokussiert werden und enorme Energiedichten erreichen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon früher haben wir hier auf dieser Website über solche Deformationen berichtet und typische Bilder von Spallationsbrüchen bis in den mikroskopischen Bereich hinein gezeigt (<a href="http://www.chiemgau-impakt.de/pdfs/Chiemgau_impact.pdf;" target="_blank">http://www.chiemgau-impakt.de/pdfs/Chiemgau_impact.pdf;</a> <a href="http://www.chiemgau-impact.com/petrographie.html" target="_blank">http://www.chiemgau-impact.com/petrographie.html</a> (Abb. 17,18). Hier bringen wir wieder einige neue Beispiele von jüngsten Untersuchungen in der Gegend von Obing. Der Leser möge es uns verzeihen, dass wir auch hier keine genauen Angaben zu den Fundstellen machen. Die Erfahrungen von Tüttensee-Krater, wo heute praktisch alle Gesteine mit impakt-typischen Deformationen und anderen besonderen Veränderungen verschwunden sind, und von anderen, kleineren Kratern, die sich zum Teil ausgesprochen ausgeplündert darstellen, zwingen uns dazu, damit der Wissenschaft diese besonderen Impakt-Konstellationen erhalten bleiben.</p>
<p> <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/Abb.-21.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-464" title="Abb. 2" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/Abb.-21.jpg" alt="" width="597" height="758" /></a></p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;">Abb. 2. Ein Quarzitgeröll mit einem kräftigen Spallationsriss, der wie beim Stein der Abb. 1 das Geröll nicht völlig gespaltet hat. In Abb. 3 wird auf etwas sehr Charakteristisches von Spallationsrissen hingewiesen.</span></p>
<p><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/Abb.-3-symmetrie.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-466" title="Abb. 3 symmetrie" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/Abb.-3-symmetrie.jpg" alt="" width="686" height="237" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;">Abb. 3. Die Vergrößerung des Spallationsrisses von Abb. 2 zeigt etwas sehr Typisches: In vielen Fällen ist der Verlauf des Spallationsrisses ein Spiegelbild  von der Krümmung der Gerölloberfäche, und im vorliegenden Fall ist die Achse der Spiegelsymmetrie als blaue gestrichelte Linie eingezeichnet. Das kann man als eine Folge der Reflexion der Schock-(Druck-)welle an der freien Oberfläche verstehen, die sich aus geometrischen Gründen in der reflektierten Front der Zugwelle wiederfindet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;"><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/Abb.-4-cobble-3-vor-und-rück.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-467" title="Abb. 4 cobble 3 vor und rück" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/Abb.-4-cobble-3-vor-und-rück.jpg" alt="" width="1098" height="504" /></a></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;">Abb. 4. Spallationsrisse in einem Gneisgeröll. Auch hier durchtrennen die offenen Risse das Geröll nicht vollständig, und die Geometrie der grob rechtwinklig verlaufenden Risse spiegelt auch hier die Geometrie des kantigen Gerölls wider.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;"><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/fig.-5-amphibolit.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-468" title="fig. 5 amphibolit" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/fig.-5-amphibolit.jpg" alt="" width="550" height="791" /></a></span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Abb. 5. Offene Spallationsrisse in einem Granatamphibolit-Geröll.</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Die Beispiele mit Spallationsbrüchen in Quarzit-, Kalkstein-, Gneis- und Amphibolitgeröllen zeigen, dass der Prozess gesteinsunabhängig ist und immer wiederkehrende Merkmale vermittelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um Einwänden vorzubeugen, dass diese Deformationen bereits tektonisch in den Alpen angelegt wurden um dann in Form von Geröllen im reißenden Flusstransport den Weg nach Obing nördlich des Chiemsees zu finden, verweisen wir auf den teilweise sehr fragilen Charakter der angerissenen Gerölle. Auch jegliche starke Druckwirkung auf die Gerölle kann ausgeschlossen werden, da sie ganz einfach durchtrennt und zerschert worden wären.</p>
<p style="text-align: justify;">Spallation, wie wir sie hier in Geröllen des Chiemgau-Kraterstreufeldes finden, zeigen wir in den nächsten Bildern mit Beispielen vom Rieskrater und von den spanischen Azuara-/Rubielos de la Cérida-Impaktstrukturen. Letztere Vorkommen wurden intensiver mit begleitenden Experimenten untersucht, was hier (<a href="http://www.impaktstrukturen.de/spain/shocked.htm" target="_blank">http://www.impaktstrukturen.de/spain/shocked.htm</a>) nachzulesen ist und in der renommierten Zeitschrift GEOLOGY (<a href="http://pubs.giss.nasa.gov/abs/er01000b.html" target="_blank">http://pubs.giss.nasa.gov/abs/er01000b.html</a>; PDF des kompletten Artikels kann hier angeklickt werden.) publiziert wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/abb.-6-ries.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-469" title="abb. 6 ries" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/abb.-6-ries.jpg" alt="" width="928" height="678" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;">Fig. 6. Kalkstein-Geröll aus den Auswurfmassen (Bunte Brekzie) des Nördlinger Ries-Kraters mit Spallationsrissen, die das Geröll nicht durchtrennt haben. Nach der Schockspallation wurde das Geröll noch deformiert &#8211; vermutlich im Zuge des Auswurfvorganges &#8211; ohne dabei zu zerbrechen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"> <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/spallation-spanien.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="spallation spanien" src="http://www.chiemgau-impakt.de/wp-content/uploads/2011/08/spallation-spanien.jpg" alt="" width="617" height="253" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Abb. 7. Quarzitgerölle von den großen spanischen Impaktstrukturen Azuara und Rubielos de la Cérida mit sehr typischen schockinduzierten offenen Spallationsbrüchen. Auch bei einigen dieser Brüche wird die grobe Spiegelsymmetrie von Oberfläche und Rissgeometrie deutlich.</h2>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/48c1e807ddc34a30a3f30facb4e66eec" width="1" height="1" alt="" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neuer Artikel in Mediterranean Archaeology &amp; Archaeometry &#8211; International Scientific Journal</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/07/22/neuer-artikel-in-mediterranean-archaeology-archaeometry-international-scientific-journal/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 16:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernstson</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cms.chiemgau-impakt.de/?p=100</guid>
		<description><![CDATA[THE CHIEMGAU METEORITE IMPACT AND TSUNAMI EVENT (SOUTHEAST GERMANY): FIRST OSL DATING I. Liritzis, N. Zacharias, G.S. Polymeris, G. Kitis, K. Ernstson, D. Sudhaus, A. Neumair, W. Mayer, M.A. Rappenglück, B. Rappenglück Mediterranean Archaeology and Archaeometry, Vol. 10, No. 4, &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/07/22/neuer-artikel-in-mediterranean-archaeology-archaeometry-international-scientific-journal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>THE CHIEMGAU METEORITE IMPACT AND TSUNAMI EVENT (SOUTHEAST GERMANY): FIRST OSL DATING</strong></p>
<p><strong>I. Liritzis, N. Zacharias, G.S. Polymeris, G. Kitis, K. Ernstson, D. Sudhaus, A. Neumair, W. Mayer, M.A. Rappenglück, B. Rappenglück</strong></p>
<p>Mediterranean Archaeology and Archaeometry, Vol. 10, No. 4, pp. 17‐33</p>
<p>Zum Anklicken und Herunterladen diesem Pfad folgen: http://www.maajournal.com/ &gt; Issues &gt; 2010 &gt;Volume 10 Special Issue 4<br />
oder direkt zum</p>
<p><a href="http://www.rhodes.aegean.gr/maa_journal/3_Liritzis%20et%20al.pdf" target="_blank">PDF</a></p>
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		<item>
		<title>Der Chiemgau-Impakt &#8211; auch im Saarland?</title>
		<link>http://www.chiemgau-impakt.de/2011/07/18/der-chiemgau-impakt-auch-im-saarland/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 13:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cms.chiemgau-impakt.de/?p=1</guid>
		<description><![CDATA[Zur 74.Jahrestagung der Meteoritical Society, 8 &#8211; 12. August in Greenwich, England, sind bereits alle Abstract-Artikel (also Zusammenfassungen der Tagungspräsentationen) im Internet erschienen. Für den Chiemgau-Impakt sind insbesondere folgende drei Beiträge interessant, da sie dazu einen unmittelbaren Bezug aufweisen. (Die &#8230; <a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/07/18/der-chiemgau-impakt-auch-im-saarland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur 74.Jahrestagung der Meteoritical Society, 8 &#8211; 12. August in Greenwich, England, sind bereits alle Abstract-Artikel (also Zusammenfassungen der Tagungspräsentationen) im Internet erschienen. Für den Chiemgau-Impakt sind insbesondere folgende drei Beiträge interessant, da sie dazu einen unmittelbaren Bezug aufweisen. (Die Abstract-Artikel können jeweils heruntergeladen werden)</p>
<p><strong>[1] A POSSIBLE NEW IMPACT SITE NEAR NALBACH (SAARLAND, GERMANY)</strong><br />
E. Buchner, W. Müller and M. Schmieder<br />
<a href="http://www.lpi.usra.edu/meetings/metsoc2011/pdf/5048.pdf" target="_blank">www.lpi.usra.edu/meetings/metsoc2011/pdf/5048.pdf</a><br />
<strong>[2] NALBACH (SAARLAND, GERMANY) AND WABAR (SAUDI ARABIA) GLASS – TWO OF A KIND?</strong><br />
M. Schmieder, W. Müller and E. Buchner<br />
<a href="http://www.lpi.usra.edu/meetings/metsoc2011/pdf/5059.pdf" target="_blank">www.lpi.usra.edu/meetings/metsoc2011/pdf/5059.pdf</a><br />
<strong>[3] IMPACTITES AND RELATED LITHOLOGIES IN GERMANY – CURRENT STATE OF KNOWLEDGE</strong><br />
M. Schmieder, W. Müller, L. Förster and E. Buchner<br />
<a href="http://www.lpi.usra.edu/meetings/metsoc2011/pdf/5060.pdf" target="_blank">www.lpi.usra.edu/meetings/metsoc2011/pdf/5060.pdf</a></p>
<p>Von den Autoren ist insbesondere Werner Müller herauszustellen, der in jüngster Zeit sehr akribisch Geländebefunde im Saarland aufgenommen und besondere Gesteine und Gläser sowie vermutete Meteorite gesammelt hat. Er hat daraus auf die mögliche Existenz <span id="more-1"></span> eines Meteoriteneinschlags in jüngerer Zeit geschlossen und als Entdecker des Phänomens einen Artikel in deutscher und englischer Sprache im wissenschaftlichen Internetforum von Sribd veröffentlicht:</p>
<p><strong>Prims: Ein möglicher holozäner Meteoriten-Impaktkrater im Saarland, Westdeutschland</strong><br />
der <a href="http://www.scribd.com/doc/51473614/Ein-moglicher-Meteoritenkrater-im-Saarland" target="_blank">HIER</a> angeklickt werden kann.</p>
<p>Diesen vermuteten Impakt nahe der französischen Grenze begleiten die anderen Autoren mit kurzen weiteren Ausführungen in jenen drei genannten Abstract-Artikeln, wobei der Scribd-Artikel von Müller wohl im Abstract [2], eigenartigerweise aber nicht im thematisch näherliegenden Abstract [1] zitiert wird.</p>
<p>Der enge Zusammenhang mit dem Chiemgau-Impakt ergibt sich aus dem Scribd- Artikel von Werner Müller und umfasst entsprechend auch die Artikel von Buchner et al. und Schmieder et al. Wie im Artikel von Müller zu lesen ist und von ihm auch besonders herausgestellt wird, finden sich bei Nalbach im Saarland viele verblüffende Parallelen zu Funden im Chiemgauer Meteoritenkrater-Streufeld:<br />
&#8211; Gerölle mit Anzeichen mechanischer Beanspruchung und starker Temperatureinwirkung in Form von Glasummantelung und Glas, das das Gestein (meist Sandsteine/Quarzite) z.T. dicht durchsetzt<br />
&#8211; polymikte Brekzien<br />
&#8211; schlackeartige Schmelzgesteine<br />
&#8211; Glas als Matrix von Schmelzgesteinen mit verschiedensten Gesteinsbruchstücken<br />
&#8211; glasartiger Kohlenstoff<br />
&#8211; Sphärulen<br />
&#8211; vermutlich schockinduzierte Spallationseffekte in Schmelzgesteinen</p>
<p>Der Leser wird ermuntert, sich die Abbildungen im Scribd-Artikel von Werner Müller anzuschauen und sie mit den Chiemgau-Proben zu vergleichen. Bilder dazu findet er z.B. auf der Webseite<a href="http://www.chiemgau-impact.com/petrographie.html" target="_blank">http://www.chiemgau-impact.com/petrographie.html</a> und im Artikel <a title="" href="http://elib.sfu-kras.ru/bitstream/2311/1631/1/04_.pdf">Ernstson et al., 2010</a> bzw. Originale im Impakt-Museum in Grabenstätt [<a href="http://www.chiemgau-impakt.de/2011/07/15/museum/" target="_blank">http://www.chiemgau-impakt.de/2011/07/15/museum/</a>]</p>
<p>Obgleich für das postulierte Impaktereignis im Saarland noch keine genaue Datierung vorliegt, hält W. Müller wegen der Geländestrukturen und der sehr frisch erscheinenden Gläser ein holozänes, also nacheiszeitliches Alter für sehr wahrscheinlich. Dieses Alter gilt auch für den Chiemgau-Impakt, und es stellt sich die naheliegende Frage, ob nicht Chiemgau- und mutmaßlicher Saarland-Impakt zu ein und demselben kosmischen Ereignis gehören. So etwas könnte man sich vorstellen, wenn sich das kosmische Projektil schon vor Annäherung an die Erde in Auflösung befand (wie beispielsweise der Shoemaker-Levi-9-Komet vor dem Einschlag 1994 auf dem Jupiter) und letztlich beim Impakt ein noch viel größeres Streufeld als bisher für den Chiemgau Impakt angenommen hinterlassen hat.</p>
<p>Aus der Perspektive einer möglichen Zusammengehörigkeit beider Ereignisse ist es bemerkenswert, wenn von den Gegnern des Chiemgau-Impaktes, zu denen bekanntlich zwei der Abstract-Autoren (E. Buchner, M. Schmieder) gehören, ein fördernder Beitrag zum Chiemgau-Forschungsprojekt des CIRT geleistet wird. Insbesondere der Verweis von Buchner et al. in [1] auf einen möglichen meteoritischen Airburst (also eine Explosion des Projektils über der Erdoberfläche) im Saarland erregt Aufmerksamkeit, wird eine solche Möglichkeit doch längst im Zusammenhang mit der Bildung auffälliger Krater beim Chiemgau-Impakt diskutiert (<a href="http://elib.sfu-kras.ru/bitstream/2311/1631/1/04_.pdf" target="_blank">z.B. Ernstson et al., 2010, S. 92 f.</a>).</p>
<p>Ein Kommentar sei noch zum Abstract-Artikel von Schmieder et al. [3] hinzugefügt. Die Autoren verweisen auf mehrere Strukturen in Deutschland, für die in der Vergangenheit ein meteoritischer Ursprung postuliert wurde, für die aber &#8220;[übersetzt] Anzeichen für Schockmetamorphose und/oder meteoritisches Material als Beweis für einen Impakt fehlen&#8221;. Unter diesen Strukturen wird auch mit dem Literaturverweis auf den 30 Seiten langen Artikel &#8216;Ernstson K. et al. 2010. J. Siberian Fed. Univ. Engin. Technol. 1:72–103 (<a href="http://elib.sfu-kras.ru/bitstream/2311/1631/1/04_.pdf" target="_blank">HIER</a> herunterzuladen)&#8217; der Chiemgau-Impakt eingeordnet. Entweder haben Schmieder et al. diesen ausführlichen Basis-Artikel zum Chiemgau-Impakt nie gelesen, oder sie verschweigen ganz bewusst, dass auf den Seiten 82 f. unter dem Abschnitt 8. Shock metamorphism über allgemein als Impaktnachweis akzeptierte Schockeffekte in Gesteinen von Chiemgau-Kratern mit entsprechenden Dünnschliffbildern berichtet wird, darunter über planare Deformationsstrukturen (PDFs) mit bis zu fünf sich kreuzenden Scharen von PDFs in Quarz und über diaplektisches Glas, für dessen Bildung noch höhere Drücke als die für PDFs erforderlich sind.</p>
<p>Dieses Stillschweigen über Impaktnachweise beim Chiemgau-Impakt und die gleichzeitige Behauptung, der Chiemgau-Impakt sei nicht bestätigt [3], ist umso eigenartiger angesichts des Umstandes, dass vergleichbar eindeutige Impaktnachweise für das Phänomen im Saarland bisher noch nicht erbracht werden konnten [1]. Aufgrund der vielversprechenden Ähnlichkeiten zwischen Chiemgau-Impaktmaterial und Material aus dem Saarland können wir aber die Kollegen nur zur weiteren Erforschung ermutigen. Wir freuen uns, dass Buchner und Schmieder, auch wenn ihre Arbeit wie gezeigt einige Defizite und Merkwürdigkeiten aufweist, mit ihren Forschungen zum Saarland-Impakt zum besseren Verständnis des Chiemgau-Impaktes beitragen.</p>
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