MORPHOLOGIE
MORPHOLOGIE

Die mit dem extrem hochauflösenden Digitalen Geländemodell DGM 1 erzeugte neu erkannte Morphologie des Tüttensee-Dreier-Kraterensembles. Eindrucksvolles „Toteisloch der Eiszeitlandschaft“.

Nördlich vom Tüttensee auf der randlichen Endmoräne: Den Tüttensee multiplen Impakt begleitendes Cluster kleinerer (aber immerhin der Größenordnung 100 m) Krater. Sie haben alle einen Ringwall

Und hier einige diametrale DGM 1 Profile durch die Krater. „Typische Toteislöcher“ der Impaktgegner.
GEOPHYSIK

Die gravimetrische Schwereanomalie vom Tüttensee-Krater mit der ausgeprägten positiven umrandenden Schwereanomlie, die nichts mit dem sichtbaren Ringwall zu tun hat (der bei der Auswertung wegkorrigiert wird) und auf eine Schockverdichtung des lockeren quartären Materials bei der Kraterentstehung entstand. Das ist für die Eiszeit- und Toteisvertreter natürlich schwer zu vertreten, was erklärt, dass bisher und auch in neuerer Literatur gegen den Impakt nirgendwo ein Wörtchen zur Gravimetrie gedruckt ist. Mit dem Toteisloch schwer verträglich ist auch die zentrale Massenansammlung mit einer relativ positiven Anomalie im Profil. Der Impakt kann das sehr gut beim teilweisen Kollaps des frisch entstandenen Ringwalls erklären.

Bodenradar über den Wall des Tüttensee-Kraters: (Messung R. Tengler): Eigentlich besteht bei dem Einbruch eines Toteisloches durch den schmelzenden Eisblock doch ein Zug der abdeckenden Sedimente nach innen und unten in das entstehende Loch. Verwechseln hier die Impaktgegner den starken Druck von der Exkavation mit Wallbildung nach außen mit dem Zug auf die Gesteine nach innen? Physik!

Nochmal Bodenradar, am Rand des Seeufers über die dortigen Seeablagerungen. Die Eiszeit- und Toteis-Befürworter mit der Behauptung der völlig ungestörten Sedimentation nach der Eiszeit in das entstandene Toteisloch müssen die Sedimentologie schon etwas umdeuten. Wie erklärt die angeblich ruhige Sedimentation dann die stark einfallenden Schichten mit der ausgeprägten Diskordanz? Der Impakt kann das.

Geophysik, Magnetfeldanomalien in einem Streifen direkt im Anschluss an den Ringwall (rotes Recheck) mit der Anomalienkarte und den beiden Profilen. Wäre schon interessant, von den Impakt-Gegnern zu erfahren, wie das Toteisloch in der Eiszeitlandschaft dieses ausgeprägte magnetische Streifenmuster parallel zum Wall erzeugt hat. Da der Streifen zum an den Wall anschließenden Teppich aus Auswurfmassen gehört, kann eine magnetische „Gradierung“ magnetisch geschockter Gesteine beim Auswurf einleuchtend erklären.

Geophysik Seismik, Sedimentecholot (Messung Universität Jena, Auswertung Ernstson): In Ergänzung zum Bodenradar am Seeufer (siehe oben), zeigen die seismischen Messungen ein Reflexionsbild, das die Behauptung einer ruhigen post-eiszeitlichen Sedimentation im Tüttensee ad absurdum führt. Zu sehen ist eine Kraut- und Rübenablagerung (die grünen Reflexionselemente), die gut in Einklang mit dem teilweisen Rückfluss des frisch entstandenen kollabierenden Ringwalls erklärt werden kann. Erklärt werden kann damit auch, warum die vom LfU beauftragte seismische Untersuchung der Universität Jena niemals Ergebnisse publiziert hat, die Daten aber dankenswerterweise von Jena den Impaktforschern zur Verfügung gestellt wurden.
SCHOCKEFFEKTE

Shatter cones vom Tüttensee-Ringwall und zum Vergleich vom Crookes Creek Impakt-Krater in den USA. Shatter Cones gelten in der Impaktforschung seit geraumer Zeit als eindeutiger Beweis für Impakt-Schock. Die Deutung von Impakt-Gegnern als alpines gestreiftes Sandstein-Geröll kann bei der scharfkantigen Doppelkegel-Skulptur getrost als absurd bezeichnet werden.

Mineralogie, Schock: Planare Deformationsstrukturen PDF in Feldspat (Plagioklas) aus dem nachfolgenden Schmelzgestein vom Tüttense. Die dichten multiplen Scharen der PDFs gelten als Impaktbeweis. Dünnschliff unter dem Polarisationsmikroskop.

Ein „Schwimmstein“ vom Tüttensee. Wegen der geringen Dichte schwimmt das Gestein im Wasser und wurde früher als beliebtes Spielzeug von Kindern in den See geworfen. Verwechslungen mit manchmal ähnlichen Ablöschschlacken bei der Eisenverhütung können bei den Schockeffekten ausgeschlossen werden.

PDFs in Quarz in einem Quarzit vom Tüttensee. Beim Rotieren des Dünnschliffs unter dem Polarisationsmikroskop werden die sich kreuzenden fünf Scharen sichtbar. So etwas gibt e nur bei Impakt-Schock.

Nur Bruchteile eines Millimeters stark ist die Glashaut, die den Sandsteinblock rundum umhüllt. Die von Impakt-Gegnern immer wieder bemühte Entstehung in einem Kalkbrennofen kann physikalisch, thermodynamisch komplett ausgeschlossen werden. Die extrem dünne Glashaut beweist, dass das Geröll nur sekundenlang extremer Hitze zum äußeren Schmelzen ausgesetzt gewesen sein muss (aber niemals in einem Ofen). Der Impakt am Tüttensee erklärt das. Beim Impakt wird das Geröll hochgeschleudert, quert die mehrere tausend Grad heiße Explosionswolke des Airbursts sekundenschnell, bekommt dabei die Glashaut und wird beim Landen so rasch abgekühlt, dass die Haut so erhalten bleibt. Im Prinzip einfache Physik, die die große Menge glashäutiger Quarzit- und Sandsteingerölle erklärt, die heute nur noch sporadisch, früher aber wohl häufig und verbreitet auf den Äckern aufgesammelt wurden, wie uns z.B. ein Landwirt aus Nußdorf aus seiner Kindheit berichtet hat.





























