Chiemgau-Impakt (oder Chiemgau-Einschlag) bezeichnet einen mittlerweile vielfach belegten Meteoriteneinschlag als ein außergewöhnliches Ereignis in vorgeschichtlicher Zeit (Bronzezeit, Keltenzeit), bei dem ein kosmischer Körper (Komet oder Asteroid) in Südostbayern einschlug und ein großes Kraterstreufeld mit allen einschlägig wichtigen Belegen hinterließ. Diese Webseite widmet sich allen Aspekten der Forschung mit Berichten und Publikationen zu den Geowissenschaften, der Astronomie, Archäologie und Geschichtswissenschaft, aber auch den Diskussionen zu diesem spektakulären Forschungsgebiet. Die im Wikipedia-Artikel „Chiemgau-Einschlag“ bisher zu lesende Behauptung, dass die Hypothese des Impaktes widerlegt sei, war grob irreführend und verkörperte, parteiergreifend, die Position von Gegnern des Chiemgau-Impaktes.
Mein Kommentar: Einen dümmeren Artikel zu unserem Impakt habe ich schon lange nicht mehr gelesen – und das in der SZ. Kein Ruhmesblatt für die SZ! Es liest sich, als ob R. Darga dem Journalisten die Feder geführt hat. Matthias Köpf ist dem Artikel gemäß aus Grabenstätt. Vielleicht sollte er mal zum dortigen Rathaus gehen und das Impakt-Museum in der Schloßökonomie besuchen.
Aber dazu passt wunderbar der jüngste sehr aufschlussreiche Beitrag, den H.-P. Matheisl von der KI hat verfassen lassen und der hier angeklickt werden kann:
Für die jährliche renommierte Tagung der LPSC 2026 (58th Lunar & Planetary Science Conference in Houston/The Woodlands im März) sind wieder neue Beiträge (ePoster) zu unserer – man muss schon sagen: gänzlich neue Entwicklung einleitenden – Impakt-Forschung angenommen worden. Schon jetzt sind die Abstracts im Web publiziert worden und können auch hier angeklickt werden:
Untersuchung des Chiemgau-Impakt-Ereignisses (Meteoriten-Einschlag in Südost-Bayern) und seiner Kraterstreufelder mithilfe extrem hochauflösender Digitaler Geländemodelle (DGM 1).
Den folgenden Text hat Hans Matheisl mit seinem KI Assistenten erzeugt.
Wichtige Erkenntnisse
Chiemgau-Impakt
Datierung: ca. 900–600 v. Chr. (Bronze-/Eisenzeit).
Streufeld: über 100 Krater, verteilt auf ca. 60 × 30 km.
Kraterdurchmesser: von wenigen Metern bis 1.300 m.
Vermuteter Impaktor: ~1 km großer, lockerer Asteroid oder Komet, der in der Atmosphäre zerbrach (Touchdown-Airburst).
Geologische und physikalische Belege
Krater in lockeren Sedimenten (nicht in festem Gestein).
Funde: Schockmetamorphose, Impaktgläser, polymiktische Brekzien, Mikrotektite, Metall- und Kohlenstoffsphärulen.
Seltene Minerale: Gupeiit, Xifengit, Hapkeit, Moissanit, Carbide und CAIs.
Tsunami-Spuren im Umfeld des Chiemsees durch Doppelkrater am Seegrund.
Paradigmenwechsel durch DGM 1
Horizontale Auflösung: 1 m, vertikal bis 0,1 m.
Vegetation und Gebäude werden entfernt → reine Bodenstruktur sichtbar.
Neue Analyse von Kratermorphologien möglich (z. B. Fingerstrukturen, Mehrfachringe, terrassierte Ränder).
Vergleich mit Kratern auf Mond und Mars.
Große Kratergruppen (Beispiele)
Brunnensee/Griessee: komplexe Mehrfachstruktur, keine Toteisbildung.
Obing: symmetrische Profile, fingerartige Ränder durch Instabilitäten (Rayleigh-Taylor, Kelvin-Helmholtz).
In Fortführung unserer Beschreibung mit einer Zusammenfassung des Impakt-Inventars der Chiemgau Streuellipse bringen wir hier den zweiten Teil, der wiederum auf Englisch beim Wissenschaftsportal Researchgate als Vordruck (Preprint) veröffentlicht wird. Sowohl die englische Version als auch eine deutsche Computer-Übersetzung können hier als PDF heruntergeladen werden (Titel aklicken):
Das obige Startbild zeigt topogafische Karte und Gelände-Oberfläche des Digitalen Geländemodells DGM 1 für das Naturdenkmal beim Pferdehof Seeon, das seit jeher als typisches Toteisloch der letzten Eiszeit in Karten und Beschreibungen geführt und vom Bayerischen Landesamt für Umwelt LfU als besonders sehhenswertes Geotop gelistet wird.
Das DGM 1 steht hier sinnbildlich für ein notwendiges Umdenken in der bayerischen Eiszeitforschung des LfU, das weiterhin an einer nie wissenschaftlich-geologisch begründeten Toteis-Hypothese mit unzähligen sogenannten Toteislöchern und ihrer Ausweisung als Geotop festhält, was jüngst in einem Artikel exemplarisch dokumentiert wurde und als Auswuchs von Wissenschaftsverfälschung durch das LfU beim Tüttensee-Meteoritenkrater zu konstatieren ist.