Meteoriteneinschlag bei Nördlingen in Spiegel Online – gar nicht so rätselhaft

Meteoriteneinschlag bei Nördlingen – Geologen ergründen Europas Urkatastrophe.

Das meiste, was der Spiegel da an aufregenden Dingen berichtet, ist seit langer Zeit bekannt. Und gar nicht so rätselhaft, wie im Artikel suggeriert, waren bzw. sind die Beobachtungen zu den geringen Schmelzmengen und zum fehlenden Zentralberg. Die fehlenden Schmelzmengen bei Meteoritenkratern in Untergrundgesteinen aus Sedimenten und gemischt Sedimenten/Kristallingesteinen wurden schon vor 30 Jahren festgestellt und erörtert. In der Arbeit von Kieffer, S. & Simonds, C.S. (1980): The role of volatiles and lithology in the impact cratering process. – Review of Geophysics and Space Physics, 18, 143-181 Weiterlesen

Der Chiemgau-Impakt und Wikipedia

Wir verfolgen mit Interesse Diskussionen zu einschlägigen
Wikipedia-Artikeln und möchten, dass die Leser/innen dieser Seite die Möglichkeit
haben, sich einen eigenen Eindruck von der wechselvollen Qualität der
Diskussionsbeiträge zu machen und sich ein eigenes Urteil über die
verschiedenen Versionen der Wikipedia-Artikel zu bilden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Chiemgau-Einschlag

 

Museum

Seit Oktober 2009 gibt es ein kleines Museum zum Chiemgau-Impakt. Die permanente Ausstellung befindet sich in Grabenstätt, im Außengebäude des Rathauses in der Schlossökonomie. Die Organisation liegt bei der Gemeinde Grabenstätt, und als Autoren der Ausstellung zeichnet das CIRT (Chiemgau Impact Research Team).

Bildschirmfoto

Ort der Ausstellung: die Schlossökonomie, Rathaus Grabenstätt

In 17 Vitrinen ist eine große Anzahl von Funden zur Geologie, Petrographie und Mineralogie aus dem Kraterstreufeld zusammengestellt. Vergleichsstücke aus Industrie und sonstiger menschlicher Produktion finden sich ebenso wie Anschauungsstücke aus anderen Meteoritenkratern auf der Erde.

Ergänzt wird die Vitrinenpräsentation durch insgesamt 18 großformatige Poster, die den gesamten Themenbereich ausführlich mit Text und vielen Bildern erläutern.

Öffnung (zugänglich über Tourist-Information, Rathaus/Schlossökonomie)
Saison (Mitte Mai – Mitte September): Mo. – Do. 9:00 – 12:00 und 14:00 – 16:00; Fr. 9:00 – 12:00; Sa., So. 14:00 – 16:00.
Nebensaison (Mitte September – Mitte Mai): Mo. – Fr. 9:00 – 12:00, Do. auch 13:30 – 16:00;
1. und 3. Sonntag 14:00 – 16:00;
für Gruppen auch auf Anfrage (Tel. 08662-419680).

Einen kleinen Vorgeschmack vermittelt ein virtueller Besuch in Form einer Animation, die Sie hier anklicken können.

Sämtliche Poster können Sie durch das Anklicken der folgenden Titel aufrufen:

Liebe Besucher(Innen)Liebe Besucherinnen, liebe Besucher

Ries Steinheim ChiemgauNördlinger Ries, Steinheimer Becken und Chiemgau-Kraterstreufeld: drei Großmeteoriteneinschläge (Impakte) in Deutschland

Topographie Und GeologieDer topgraphische und geologische Rahmen

Dokumente Einer KatastropheDokumente einer Katastrophe

Der TüTtensee KraterDer Tüttensee-Krater bei Grabenstätt

Geophysik Gravimetrie TüTtenseeGeophysik – ein Blick in den Untergrund

Ein Schock fuer Die GesteineEin Schock für die Gesteine

ElektronenmikroskopieDer Chiemgau-Impakt unter dem Elektronenmikroskop

DeformationenDeformationen

Bekanntes UngewöHnliches ExotischesBekanntes, Ungewöhnliches, Exotisches

Hohe Druecke Hohe TemperaturenEin Schock für die Gesteine – hohe Drücke und Temperaturen im Chiemgau-Kraterstreufeld

Mineralogie Petrographie GeochemieMineralogie, Petrographie, Geochemie – ein Blick in die Gesteine

Astronomie Des EinschlagsDas hat uns der Himmel geschickt – aber was, wie und woher?

Datierung Des ImpaktsWann stürzte der Himmel ein? Die Datierung des Chiemgau- Impaktes

Phaethon MythosÜberlieferungen aus der Antike? Der Mythos von Phaethon

ImpaktImpakt

Impakt Als Ein Geologischer ProzessImpakt-Kraterbildung – ein geologischer Prozess

Impakt Das Terrestrische InventarImpaktstrukturen – das terrestrische Inventar

Quellenangaben zu den Bildern der Poster

Die Quellenangaben – sofern sie nicht unmittelbar mit den Bildern verknüpft sind – erfolgten nach bestem Wissen und Gewissen. Bitte unterrichten Sie uns gegebenenfalls bei Irrtümern oder Unterlassungen. Wir werden das sofort abändern.
Nördlinger Ries, Steinheimer Becken und Chiemgau-Kraterstreufeld: drei Großmeteoriteneinschläge (Impakte) in Deutschland: Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Bayern, TOP 10 Bayern (3 x), http://www.eastchester.k12.ny.us/schools/hs/teachers/fermann/documents/ImpactCraters.kmz, NASA (2 x), E.P. Gurov & E.P. Gurova (1 x) http://www.fas.org/irp/imint/docs/rst/Sect18/Sect18_4.html (1 x).
Der topgraphische und geologische Rahmen: Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Bayern, TOP 10 Bayern (1 x), Geol. Karte 1 : 500 000, LfU (früher Bayer. Geol. LA) (1 x, Ausschnitt), Wikipedia (1 x), http://www.hi.is/~oi/glacial_geology_photos.htm (1 x), North Dakota Geological Survey (1 x).
Dokumente einer Katastrophe: Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Bayern, TOP 10 Bayern (2 x).
Der Tüttensee-Krater bei Grabenstätt: Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Bayern, TOP 10 Bayern (1 x)
Geophysik – ein Blick in den Untergrund: Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Bayern, TOP 10 Bayern (1 x)
Ein Schock für die Gesteine: B.M. French: Traces of Catastrophe (1 x)
Deformationen: http://kingmagic.wordpress.com/2007/01/11/strike-a-light/ (1 x)
Bekanntes, Ungewöhnliches, Exotisches: http://volcanoes.usgs.gov/images/pglossary/AccretLap.php (1 x), F. Claudin (1 x)
Ein Schock für die Gesteine – hohe Drücke und Temperaturen im Chiemgau-Kraterstreufeld:http://www.swisseduc.ch/stromboli/glossary/pumice-en.html (1 x), Mineralogie, Petrographie, Geochemie – ein Blick in die Gesteine: http://en.allexperts.com/q/Collectibles-General-Antiques-682/2009/2/Troemner-3-Assay-Balance.htm (1 x)
Impakt: NASA (9 x), http://www.lastrefuge.co.uk/filmlibrary/tepuis_filmlog/aerial_sink_hole.htm (1 x).
Impakt-Kraterbildung – ein geologischer Prozess: Jarmo Moilanen (1 x), NASA (1 x).
Impaktstrukturen – das terrestrische Inventar: NASA (16 x).

Mineralogisch-petrographische und geochemische Untersuchungen

Seit der ersten online-Veröffentlichung über den “Kometen vom Chiemgau” durch die amerikanische Zeitschrift Astronomy und dem ersten ausführlicheren Internetartikel (Rappenglück et al. 2004) ist ein umfangreiches Programm mineralogisch-petrographischer und geochemischer Untersuchungen an Gesteinen und Material aus der Streuellipse und ihrer Umgebung durchgeführt worden. Die Arbeiten (Dünnschliff-Petrographie, Mikrosonden- und Röntgenstrahlen-Analysen, Analytik am Rasterelektronenmikroskop usw.) erfolgten vornehmlich am Institut für Mineralogie der Universität Würzburg, untergeordnet bei Carl Zeiss SMT, Oberkochen.

Außer vom CIRT gezielt entnommenem Material wurde eine größere Zahl von  Proben analysiert, die interessierte und aufmerksame Zeitgenossen gefunden und uns übermittelt haben. Bei nicht allen Proben sind wir bisher zu schlüssigen Resultaten gekommen; bei einigen stehen weitergehende Untersuchungen aus.

Einen Komplex, der u.a. bisher sehr detailliert untersucht wurde, stellen die lithologisch sehr vielfältigen, mechanisch und thermisch stark beanspruchten Gerölle aus Kratern im nördlichen Bereich des Impakt-Areals dar (Abb. 1, 2, 3). 17 Geröllproben wurden mit Dünnschliffen und Mikrosonde analysiert (Institut für Mineralogie der Universität Würzburg). Die Gerölle aus den Molassesedimenten repräsentieren gängige Gesteine aus den Alpen wie Quarzite oder basische Metamorphite. Die Dünnschliffe zeigen deutlich eine Schockmetamorphose bei hohen Temperaturen und Drücken. Wir beobachten multiple Scharen von planaren Deformationsstrukturen (PDFs, Abb. 3) in Quarz und Feldspat, diaplektisches SiO2-Glas und extreme Subkornbildung. Extremes Auftreten von offenen und glasgefüllten Zugbrüchen in den Geröllen und in einzelnen Quarzkörnern deutet auf Spallation durch dynamische Schockimpulse. Schmelzgläser finden sich in drei verschiedenen Ausbildungen: als dünne Glaskrusten (Abb.1), die in vielen Fällen die Gerölle vollständig überziehen, als blasiges und teilweise rekristallisiertes Feldspatglas (Abb. 2), das Quarzite vollständig durchsetzt, und als auf die Gerölle aufgekleckste Schmelzbatzen aus Fremdmaterial.

Abb. 1. Vollständig mit Glas ummanteltes Geröll aus Krater 004 (links). Rechts: Nahaufnahme. Das farblos bis grünliche Glas enthält zahllose winzige Bläschen. Breite des Ausschnitts 22 mm.

Die Glasüberzüge haben sich wahrscheinlich gebildet, als die bei der Kraterbildung ausgeworfenen Gerölle in die überhitzte Explosionswolke hineinflogen. Da dieses Glas stark an Kalium und Natrium angereichert ist, was sonst in den Geröllen praktisch nicht vorkommt, muß eine externe Anlieferung angenommen werden. Ein Beitrag aus verglühter oder verdampfter Vegetation muß in Betracht gezogen werden.

Abb. 2. Links: Anschnitt eines thermisch geschockten Quarzit-Gerölls aus dem 11 m messenden Krater 004. Man beachte die dunklen Streifen aus teilweise rekristallisiertem Feldspat-Glas, die dem Gestein ein gneis-ähnliches Aussehen vermitteln. Rechts: Nahaufnahme. Dunkles und farbloses Feldspat-Glas zusammen mit hellen Quarzkörnern. Das Aufnahmefeld ist 3 mm breit.

Abb. 3. Zwei scharen planare Deformationsstrukturen (PDFs) in Quarz als Ausdruck von Schockbeanspruchung. Aus einem Geröll in Krater 004. Das Feld ist 1,5 mm breit

Die Geländebeobachtungen und die Laboruntersuchungen schließen normale tektonische Prozesse und anthropogene Einwirkungen völlig aus und sprechen eindeutig für ein Impaktereignis. Ein ausführlicher Artikel zu diesen Untersuchungen kann HIER angeklickt werden.

Weitere Hinweise auf hohe Temperaturen geben die Funde weißer, hochporöser Karbonat-Klasten (Abb. 4). Wir interpretieren sie als Kristallisationsprodukte einer Karbonatschmelze aus der Aufschmelzung von Kalkstein-Geröllen. Sehr ähnliches schaumiges Karbonat-Material, ebenfalls als Relikte von Karbonatschmelzen gedeutet, wird für die Impaktstrukturen von Azuara und Rubielos de la Cérida beschrieben (Ernstson & Claudin 2002; siehe auch Grieve & Spray 2003). Anders als silikatische Gesteine können Karbonate nicht zu Glas abgeschreckt werden. Stattdessen kristallisieren sie beim Abkühlen sehr schnell aus, um wieder zu Calcit/Aragonit zu werden. Typisch ist dann z.B. das Auftreten von dendritischen Kristalliten. In den hier beschriebenen weißen Karbonatmassen finden sich auch Relikte von Calcit-Kristallen mit Mikrozwillingsbildung, die ebenfalls als Schockindikator gilt (Metzler et al. 1988, und weitere Zitate dort). Weiter unten beschreiben wir solche hochporösen Karbonat-Klasten, die mit Eisensilizid-Splittern gespickt sind.

Abb. 4. Extrem poröse Karbonat-Klasten werden als Kristallisationsprodukte aus einer Karbonatschmelze gedeutet.

Eine besondere Material-Gruppe stellen die metallischen Partikel dar, die ursprünglich die Entdecker auf die Spur des Impaktes gebracht hatten und die mittlerweile über die gesamte Fläche des Kraterstreufeldes und in einem begleitenden Halo, insgesamt auf einer Fläche von über 3000 km², nachgewiesen wurden.

Metallische Stücke  bis zu einer Größe von 10 cm, in der Regel aber nur sehr klein bis zu einer Fraktion von feinem Sand, zeigen sich ohne jegliche Oxidationsspuren, besitzen eine Dichte von 6,3 g/cm³ und eine Mohs’sche Härte von 6-8. Aerodynamische und Abspratz-Formen sind häufig (Abb. 5).

Abb. 5. Typische Formen größerer Partikel von metallischen Eisensiliziden.

In der Analyse erweisen sie sich als  Eisensilizide unterschiedlicher Eisen-Silizium Verhältnisse, FeXSiY, mit verschiedenen Einschlüssen, darunter Titankarbid, TiC, Alpha-Eisen und Aluminium-Silizid, AlXSiY. Auch in den oben beschriebenen hochporösen Karbonatklasten, die aus einer Karbonatschmelze abgeleitet werden, finden sich die metallischen Eisensilizide als Einschlüsse (Abb. 6).

Abb. 6. Hochporöses karbonatisches Material gespickt mit winzigen metallischen Partikeln. Die Pfeile markieren größere Einschlüsse. Länge der Probe 5 cm.

Dieses sehr eigenartige metallische Material, das offenbar eng mit den Kratern des Streufeldes vergesellschaftet ist, wurde – nach früheren Untersuchungen an Funden im nördlichen Areal (Beer 2003, Rösler et al. 2004, 2005, Schryvers & Raeymakers 2005) – erneut am Institut für Mineralogie der Universität Würzburg analysiert, und zwar für Fundorte in der gesamten Streuellipse bis in Hochlagen (1200 m NN) der allerersten Alpenkette.

Regelmäßig werden Verwachsungen der Eisensilizid-Minerale  Gupeiit, Fe3Si1 , und Xifengit, Fe5Si, beobachtet (Abb. 7, 8), und häufig schwimmen Kristalle von Titan-Karbid, TiC , in einer Gupeiit-Matrix (Abb. 9, 10).

Die Minerale Gupeiit und Xifengit wurden eindeutig mit eine Röntgen-Analyse identifiziert (Abb. 11). Die Möglichkeiten einer industriellen Herkunft der Eisensilizide und des Titankarbid werden ausführlich diskutiert unter dem Menüpunkt Diskussion anderer Modelle sowie nach neuesten Untersuchungen - HIER.

 

Abb. 7. Gelängte dunkle Xifengit-Kristalle (x) in einer Matrix aus Gupeiit (g). Erzanschliff im Auflichtmikroskop.

Abb. 8. Kristall des Eisensilizids Fe1Si1 ummantelt von Xifengit; beide schwimmen in einer Matrix aus Gupeiit. Erzanschliff im Auflichtmikroskop.

Abb. 9. Gelängte dunkle Xifengit-Kristalle  (x) und Titankarbid-Einschlüsse (tc) in einer Gupeiit-Matrix (g). Erzanschliff im Auflichtmikroskop.

Abb. 10. Dreieckige Anschnitte von Titankarbidkristallen in einer Gupeiit-Matrix Erzanschliff im Auflichtmikroskop.

Abb. 11. Pulverdiffraktogramm einer Eisensilizidprobe mit typischen Reflexen von Xifengit, Gupeiit und Titankarbid.

Regmaglypten auf Kalkstein-Geröllen: Hinweis auf Karbonatschmelze im Chiemgau-Impakt – Nachtrag

Vor etwa 40 Jahren wurde von Thomas Weber, Hettenleidelheim, im Bereich des nördlichen Chiemseeufers zwischen Seebruck und Lambach ca. 30 – 40 m vom Ufer entfernt aus 2 – 3 m Wassertiefe der Stein der Abb. 1 geholt. Ein weiterer, sehr ähnlicher Brocken wurde an derselben Stelle von seinem Begleiter geborgen. Wegen der sehr ungewöhnlichen Oberflächenskulptur wurden die Steine seinerzeit als Sammelobjekte mitgenommen. Thomas Weber hat uns nunmehr, nachdem er sich im Zusammenhang mit der Diskussion über den Chiemgau-Impakt an seinen Fund erinnerte, den Stein zur Untersuchung und Dokumentation zur Verfügung gestellt.

Abb. 1. Ein aus dem Chiemsee geborgenes regmaglyptisches Kalksteingeröll. 

Wir deuten die eigenartige Oberflächenskulptur als Schmelzstrukturen, sogenannte Regmaglypten, die beim Flug des Gerölls durch die heiße Explosionswolke beim Chiemgau-Impakt entstanden. Regmaglypten sind ursprünglich von Meteoriten bekannt, mittlerweile aber auch von irdischen Impaktstrukturen beschrieben worden (Abb. 2).

Ein ausführlicherer Text über Regmaglypten, das hier gezeigte Geröll, Verwechslungsmöglichkeiten mit gewöhnlichen Lösungskarren und eine Erörterung im Rahmen des Chiemgau-Impaktes kann HIER angeklickt werden.

Abb. 2. Erstaunlich ähnlich: Regmaglypten auf der Oberfläche des Tabor-Meteoriten (links) und auf einem Kalkstein-Fragment aus den Puerto Mínguez-Ejekta, Azuara-Rubielos de la Cérida-Impaktstrukturen (Spanien).


Dr. R. Huber von der Universität Bremen hat uns kürzlich mitgeteilt, daß dem (Zit.) Augenschein nach die hier gezeigten Skulpturen das Werk von Endolithen, also von Bakterien und Algen seien. Wir bedanken uns für seinen Hinweis und werden die Strukturen auch noch einmal unter dem Gesichtspunkt biogener Formen untersuchen. Eine endolithische Entstehung halten wir für äußerst unwahrscheinlich und verweisen darauf, daß dem Augenschein nach sehr ähnliche Strukturen dennoch aus ganz unterschiedlichen Prozessen resultieren können. Ein einschlägig typisches Beispiel ist die absolute phänomenologische Übereinstimmung von Produkten regmaglyptischer Schmelzprozesse und Lösungsprozessen im Karst (Karren).

Inzwischen haben wir die sog. “Furchensteine” auch unter dem Gesichtspunkt einer Wirkung von Algen und Bakterien untersucht. Diese Erklärung müssen wir für die von uns (!) beschriebenen Strukturen ausschließen. Wir verweisen dazu auch noch einmal auf den ausführlichen Artikel .