Ein Leserbrief an die Rosenheimer Nachrichten

Ein Leserbrief an die Rosenheimer Nachrichten

Als Reaktion auf die Pressemitteilung des Naturkundemuseums Berlin und ein nachfolgendes Schreiben von Prof. Reimold vom selbigen Museum an die Redaktionen mehrerer oberbayerischer Zeitungen sowie diesbezügliche Veröffentlichungen in diesen Zeitungen hat der Astronom Dr. Michael Oestreicher einen Leserbrief an die Rosenheimer Nachrichten verfaßt. Wir bedanken uns bei ihm für die Genehmigung, diesen Leserbrief auf unserer Webseite zu veröffentlichen.

Vieles spricht für einen Kometeneinschlag

Leserbrief zum Artikel: Forschergruppe stuft Chiemgau-Kometen als Humbug ein

Die akribischen geophysikalischen und mineralogischen Untersuchungen des Chiemgau Impact Research Team (CIRT) erfüllen nicht nur alle Kriterien seriöser wissenschaftlicher Arbeit, sondern liefern auch überzeugende Argumente für einen Kometeneinschlag in unserer Region. Überzogene journalistische Darstellungen wie vor einem Jahr im ZDF im Rahmen der Reihe «Terra X» oder leider auch das apokalyptische Bild im Artikel der ROSENHEIMER NACHRICHTEN schmälern das Verdienst des CIRT in keiner Weise. Von einem Riesenkometen und einer Zerstörung der keltischen Kultur durch denselben sprechen die Publikationen des CIRT in keiner Weise.

Die Größenordnung, von der bei dem Chiemgau-Einschlag die Rede ist, entspricht in etwa der des tungusischen Meteors, welcher 1908 in der ostsibirischen Taiga niederging und etwa 1.200 Quadratkilometer Wald zerstörte. Dieser hinterließ keinen Krater, was aber nicht zwingend gegen die Theorie des CIRT spricht. Dass einzelne Fragmente des Kometen den Eintritt in die Atmosphäre überstanden und den Boden erreichten, ist durchaus glaubwürdig. Ein etwa 20 bis 30 Meter großer Brocken hätte zur Bildung des Tüttensees bereits genügt. Die übrigen Kraterkandidaten sind noch viel kleiner und hätten nur Fragmente mit Durchmessern von einigen Dezimetern bis Metern benötigt. Modellrechnungen und Experimente zeigen, dass das einschlagende Objekt in der Regel einen mehr als zehn Mal kleineren Durchmesser hat als der Krater.

Dass Kometenfragmente den Eintritt in eine dichte Atmosphäre überstehen können, wurde zuletzt in den 90er Jahren eindrucksvoll beobachtet, als Bruchstücke von Levy-Shoemaker auf Jupiter einschlugen, wodurch sich vorübergehend weitere rote Flecken bildeten.

Eine archäologisch fassbare Zerstörung von Siedlungen durch Feuersbrünste kann wohl nur im Umkreis des Tüttensees erwartet werden. Der Zerstörungsradius durch den von einem Einschlag ausgehenden Feuerball ist etwa 20 Mal größer als der Kraterradius. Im Falle des Tüttensees könnte dieser Radius also bei etwa fünf Kilometern gelegen haben. Bei den übrigen Kraterkandidaten kommt man auf Zerstörungsradien von einigen 10 bis 100 Metern. Bei der damaligen geringen Bevölkerungsdichte ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass ganze Dörfer durch ein einschlagendes Kometenfragment ausgelöscht wurden.

Michael Oestreicher,
Rosenheim

Michael Oestreicher 17.02.2007

Erwiderung zur Presserklärung des Naturkunde Museums, Berlin

Erwiderung

Zur Presserklärung des Naturkunde Museums, Berlin

(Dr. Gesine Steiner)

vom 21.11.2006

 

Das Chiemgau-Impakt Research Team (CIRT) hat die Presse-Erklärung des Naturkunde Museums, Berlin (Dr. Gesine Steiner; http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Chiemgau.pdf) vom 21.11.2006 mit großem Interesse und sorgfältig gelesen.

Wir begrüßen diese Veröffentlichung der Meinungen einer Gruppe nationaler und internationaler Wissenschaftler, als deren Sprecher Uwe Reimold, Professor für Mineralogie am Museum für Naturkunde in  Berlin, verantwortlich zeichnet. Ist sie doch ein Schritt zur eingehenden Diskussion der durch unsere Forschungen aufgeworfenen Fragen.

Wir dürfen im akademischen Kreis der Kollegen davon ausgehen, dass vorrangig die zu prüfende Sache und die wissenschaftliche Methodik im Mittelpunkt einer seriösen  Auseinandersetzung stehen.

In diesem Sinne kritisieren wir zuallererst die Nachlässigkeit, eine Presseerklärung mit der fehlerhaften Angabe unserer Webpage herauszugeben: Eine Bewertung der vorgetragenen Statements gegenüber den von CIRT bisher gewonnenen und erörterten Forschungsergebnissen, wie sie auf der autorisierten Webpage https://www.chiemgau-impakt.de (oderhttp://www.chiemgau-impact.com) studiert werden können, wird den Adressaten der Presseerklärung, so sie wissenschaftlich arbeiten möchten, dadurch nicht erleichtert.

Wir haben in einem Email vom 23.11.2006 an die verantwortliche Pressestelle um Korrektur dieses Fehlers gebeten.

Formal stellen wir fest, dass in der Presse-Erklärung Abschnitte aus populären Aufbereitungen unserer Forschungen in Presse und Fernsehen mit Teilinformationen von unserer Webpage kombiniert wurden. Weder hat man den aktuellen Forschungsstand, den wir im Internet auf unserer Webpage weltweit jederzeit und auch in Englisch zugänglich und sehr detailliert publizieren, in Gänze einbezogen, noch wurden unsere dortigen Distanzierungen zur Kenntnis genommen, die wir zu falsch und verfälschend in Presse und Fernsehen veröffentlichten populären Darstellungen abgegeben haben.

Dass man sich in der unterzeichnenden Gruppe von Forschern auf die überzeichnende Darstellung in öffentlichen Medien (Presse, TV) und in der Diskussion einer internationalen Email-Wissenschaftsliste (CCNet) beruft, zeigt, dass diese Verbreitungsorgane von der Gruppe um Prof. Reimold als ernsthafte Lieferanten für wissenschaftlich  korrekte Informationen angesehen werden. Wir halten fest, dass nur die von uns autorisierte Darstellung auf der Webpage https://www.chiemgau-impakt.de (http://www.chiemgau-impact.com) Gegenstand einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung sein kann. Im Übrigen verweisen wir auf die seit zwei Jahren vorgelegten und in einschlägigen wissenschaftlichen Organen publizierten Beiträge von anderen an der Forschung beteiligten Gruppen und uns (s. unten angefügte Literaturliste). Angemerkt sei auch, dass wir auf unserer Webpage eine klare wissenschaftliche Methodik mit Bezug auf empirische Forschung, Analytik, Hypothesenbildung und Diskussion der jeweils erhaltenen Ergebnisse vorlegen. Wir haben auch Distanzierungen und Revisionen, wenn sie im Forschungsverlauf nötig geworden sind, publiziert. Eine Einstufung unserer Webpage als „populärwissenschaftlich“ können wir daher nur als Kunstgriff betrachten, Forschung über die Autorität einiger weniger peer-reviewed Publikationsorgane zu definieren. Wie problematisch dies sein kann, konnte man zum Jahreswechsel 2005/2006 sehen, als der Skandal um den südkoreanischen Klon-Forschers Hwang Woo Suk bekannt wurde, der seine gefälschten Ergebnisse in der renommierten peer-reviewed Fachzeitschrift Science hatte publizieren können (dazu z.B. http://news.bbc.co.uk/1/hi/sci/tech/4600402.stm).

Die direkte Auseinandersetzung mit unseren  Forschungsergebnissen, Schritt für Schritt, auf Basis eines Gegenmodells (z.B. einer glaziologischen Deutung sämtlicher von uns problematisierten Befunde in der autorisierten Darstellung auf unserer Webpage) ist bisher von den Unterzeichnern nicht vorgetragen worden und auch nicht als Referenz in der Presse-Erklärung aufzufinden. Statt dessen wird in den Belegstellen eine Quelle zitiert (Langenhorst, F., Deutsch, A. (1996): The Azuara and Rubielos structures, Spain: Twin impact craters or Alpine thrust systems? TEM investigations on deformed quartz disprove shock origin. Lunar and Planetary Science XXVII, 725-726), die weder im deutschen, noch im ausführlicheren englischen Statement angesprochen ist.

Diese deutlichen formalen Schwächen des Statements lassen vermuten, dass hier nicht die sachliche wissenschaftlich korrekte Auseinandersetzung angestrebt wird, sondern pauschale Meinungen forciert werden sollen. In diesem Sinne verstehen wir auch die von der Gruppe um Prof. Reimold vorgenommene Vermischung von hypothetisch postuliertem Modell und überprüfbaren materialen Ergebnissen, die wir auf unserer Webpage deutlich auseinander halten.

Es ist bemerkenswert, dass man auf die Forschungsergebnisse der Gruppe um Prof. Th. Fehr (Fehr, K.T., Pohl, J., Mayer, W., Hochleitner, R., Fassbinder, J., Geiss, E., Kerscher, H., 2005: A meteorite impact crater field in eastern Bavaria? A preliminary report. Meteoritics and Planetary Science 40, 187-194) gewissermaßen mit selektivem Blick offen und unterstützend reagiert. Wissenschaftlich korrekt wäre es, hier auch die publizierten Ergebnisse anderer Forscherteams zu nennen und zu berücksichtigen (s. unten stehende Liste), die zu ähnlichen Überlegungen gelangen wie wir in unseren eigenen Arbeiten an einigen der auffälligen kraterähnlichen Strukturen in der Region um Altötting als auch am Tüttensee selbst.

Wir erkennen an diesem Statement, dass sich die Wissenschaftsgemeinschaft von der  Hypothese eines Impacts in historischer Zeit (im heutigen Deutschland) herausgefordert sieht. Wir vermissen, dass bei der dadurch bestätigten Virulenz der Idee niemand der Unterzeichneten bei einer unserer Grabungskampagnen mit dabei war und sich selbst vor Ort informierte. Eine im geologischen Sinne „oberflächliche“ Betrachtung hätte so ohne Mühe durch einen tieferen Einblick vermieden werden können. Wir weisen darauf hin, das einige nationale und internationale Kollegen verschiedener Fachrichtungen unserer Einladung gefolgt sind, sich selbst zusammen mit uns vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und Proben zur eigenen Überprüfung aus der Sicht ihres jeweiligen Fachgebiets mitzunehmen. Eine Ferndiagnose, die auf die eigenen Untersuchungen vor Ort verzichtet, kann aus unserer Sicht nicht als wirklich wissenschaftlicher Diskussionsbeitrag gewertet werden.

Die Frage nach einer möglichen Deutung  verschiedener Kratergebilde in der südostbayerischen Region (Altöttinger Region / Tüttensee) ist aus unserer Sicht durch die Presse-Erklärung keineswegs dadurch beantwortet worden, dass man sich kategorisch (Zitat aus dem englischen Statement: „Overwhelming scientific evidence suggests …“) und ohne detailliert Begründung auf eine terrestrische, insbesondere glaziologische Interpretation zurückzieht. Im Sinne des üblichen wissenschaftlichen Vorgehens (Verifikation und Falsifikation) müssen wir von den Kritikern fordern, dass sie die unten vorgetragenen Befunde unter Bezug auf die bekannten und für diese Regionen in Frage kommenden rein geologischen Prozesse im Einzelnen erklären können und damit unsere Vorschläge zur Deutung der materialen Befunde widerlegen.

Deshalb erlauben wir uns zum Einstieg in die eigentliche wissenschaftliche Diskussion, abseits von Presse-Statements, folgende Fragen zu stellen, mit der Bitte sie ohne Rückgriff auf unsere Impakthypothese, detailliert und vollständig mit Angabe von Belegen zu beantworten:

 

 

Wir bitten um Erklärung:

Befund: In ca. 20 Schürfen um den Tüttensee herum finden wir eine Situation in folgender geologischer Lagerung:

  1. In (je nach topographischer Situation) 1 – 2 m Tiefe ein ungestörtes pleistozänes oder holozänes Gestein, das entweder einen reinen Seeton des früher deutlich größeren Chiemsees oder wohlbekannte verlehmte Schotter mit gutgerundeten Geröllen alpiner Lithologie darstellt.
  2. Darüber einen dezimeter-mächtigen Horizont, der einen fossilen Boden über Seeton bzw. verlehmten Schottern darstellt. In diesem Bodenhorizont findet sich hervorragend erhaltenes organisches Material in Form von Holzresten, frischen Schilfhalmen und Haarbüscheln von Tier oder/und Mensch. Eingedrückt in diesen fossilen Horizont finden sich stark zertrümmerte, aber dennoch kohärente Klasten aus Quarzit, Kalksteinen, Dolosteinen und Kristallingesteinen.
  3. Über diesem fossilen Bodenhorizont folgt eine bis zu einem Meter mächtige polymikte Breccie, die in Teilen dieselbe Fazies hat wie die Bunte Breccie im Nördlinger Ries-Krater. Die Bunte Breccie am Tüttensee enthält bunte, scharfkantig gebrochene Gesteinsfragmente eines kompletten Korngrößenspektrums aus der gesamten alpinen Lithologie. Die Bunte Breccie enthält organisches Material in Form von fragmentiertem Holz, reichlich Holzkohle, Knochen und Knochenfragmenten und gut erhaltenen Zähnen. Die Bunte Breccie vom Tüttensee enthält brecciierte Klasten mit Vergriesungserscheinungen und Mörteltextur, mit der Besonderheit, daß die Klasten trotz stärkster Zertrümmerung kohärent in der tonigen Matrix angetroffen werden. Klasten jeglicher Lithologie (also auch silikatische Gesteine wie Sandsteine oder Amphibolite) in der Tüttensee-Breccie zeigen eine extrem tiefgreifende Korrosion bis hin zu residualen Gesteinsskeletten. Eine Gesteinslösung als Folge saurer Böden – wie vom Bayerischen Geologischen Landesamt vorgeschlagen – sieht sich konfrontiert mit dem Umstand, daß diese Gesteinskelette durchgehend Bestandteil eines Gesteins (nämlich der Bunten Breccie) sind und nicht im Boden, weder fossil noch rezent, liegen.
  4. Die Tüttensee-Bunte Breccie wird überlagert entweder von einer frischen, vermutlich holozänen Kieslage mit unversehrten Geröllen sowie mit rezentem Bodenhorizont oder unmittelbar vom rezenten Boden.

 

Von uns vorgeschlagene Deutung:

Diese Schichtfolge lässt sich zwanglos (!) mit den bekannten Prozessen bei einem Impakt (Melosh, H.J. 1989. Impact cratering. A geologic process. Oxford Univ. Press, Oxford, 245 pp.) erklären. Zur Zeit des Impaktes vor ca. 2500 Jahren besteht das Target aus dem Seeton des Chiemsees und lehmigen pleistozänen oder/und holozönen verlehmten Kiesbänken mit einem (nunmehr fossilen) Boden mit organischem Material (Holz, Schilf, Haarbüschel vielleicht aus einem Vogelnest). Bei der Exkavation des beim Impakt sich bildenden Tüttensee-Kraters werden Ejekta ausgeschleudert, die den Ringwall des Tüttensees formen und die eine Decke aus zertrümmertem Auswurfmaterial über dem damaligen Bodenhorizont ausbreiten und, da der Vorgang rapide, katastrophenartig erfolgt, das organische Material unter Sauerstoffabschluß plombieren und bis heute in dem hervorragenden Zustand erhalten haben. Jüngere Überflungen haben die Ejekta mit Kieslagen unversehrter Gerölle überdeckt; andernfalls hat sich der rezente Boden unmittelbar über der Bunten Breccie gebildet.

 

Wir fragen die Unterzeichner der Presseerklärung, die einen Chiemgau-Impakt in Abrede stellen, am Beispiel des Tüttensee-Kraters:

  1. Wie erklären Sie die Bildung des post-eiszeitlichen Gesteinshorizontes der Bunten Breccie, der nach C14-Datierungen (CEDAD Università de Lecce 2006) auf jeden Fall jünger als 2500 v. Chr. ist?
  2. Wie erklären Sie die vollkommen zertrümmerten Klasten kompetenter alpiner Gesteine, die aber innerhalb der Breccie und hineingedrückt in den fossilen Boden absolute Kohärenz zeigen? Eine Bildung von Vergriesung und Mörteltextur in Dolomiten und Quarziten verlangt, dass die Druckfestigkeit  von größenordnungsmäßig 1 – 3 kbar überschritten wurde, was hydrostatisch grob 3 – 9 km Gesteinsüberlagerung (bzw. grob 7 – 20 km Eisüberlagerung) verlangt – letztere Zahlen für den Fall, dass mit pleistozäner Eisüberlagerung argumentiert wird.
  3. Wenn Sie dennoch die Zertrümmerungen auf eine tektonische Beanspruchung in den Alpen zurückführen wollen – auch durch vielleicht geringere Drücke, erklären Sie die physikalischen Prozesse, die es erlaubt haben, daß die zertrümmerten aber kohärenten Klasten einen Transport in dieser Form aus den Alpen überlebt hätten. Falls mit Frostsprengung (angenommen auch in 1 – 2 m Tiefe!) der Klasten innerhalb der Bunten Breccie argumentiert werden sollte, erklären Sie bitte, wie es möglich ist, dass große Mengen scharfkantiger Gesteinsfragmente isoliert in der tonigen Matrix angetroffen werden, aber die bei der vorgeblichen Frostsprengung abgetrennten Nachbarstücke gar nicht existieren.
  4. Wir würden für die Bildung dieser ausgedehnten Breccienlage einen gigantischen Bergsturz diskutieren – aber wo ist das Relief dafür, wo ist die Quelle für das abgelagerte breccierte Gestein? Bei Schürfen in weiterer Entfernung vom Tüttensee verschwindet der Horizont der Bunten Breccie.
  5. Wie erklären Sie die absolut frische Erhaltung von Schilf und Haarbüscheln in einem fossilen Bodenhorizont in 1 – 2 m Tiefe?
  6. Wie erklären Sie die tiefgreifende Gesteinslösung und -korrosion bis hin zu Skelettbildungen selbst in silikatischen Gesteinen innerhalb der Bunten Breccie?
  7. Sind Sie der Meinung, daß dieser Befund mit einem sauren Boden erklärt werden kann und wenn ja: Können Sie die Prozesse erläutern, die dabei abgelaufen sind?
  8. Wo gibt es im Alpenvorland oder sonst auf der Welt eine vergleichbare Lagerung mit vergleichbaren Deformationen und anderen Gesteinsveränderungen, und wie wird gegebenenfalls sie dort erklärt?
  9. Wie begründen Sie Ihre Ablehnung der auf www.chiemgau-impact.com bzw. www.chiemgau-impakt.de vorgestellten Schockeffekte in Gesteinen aus Tüttensee-Ringwall und der Schicht der Ejekta (Bunte Breccie) um den Tüttensee herum? Wie kommen Sie in die Lage, ohne Mikroskope (optisch oder EM) zu beurteilen, dass diese von uns vorgestellten Schockeffekte, insbesondere auch die in Quarz mit bis zu fünf Scharen PDFs in einem einzigen Korn, keine Schockeffekte darstellen?
  10.  Wird die Ablehnung der PDFs mit den im Einzelfall leicht gekrümmten Lamellen (die man auf einer unserer Abbildungen sieht) begründet? Gebogene Lamellen wurden u.a. von Koeberl und Reimold in Publikationen (z.B. Reimold, W.U. & Koeberl, C. (2000): Critical Comment on: A.J. Mory et al. ‚Woodleigh, Carnavon Basin, Western Australia: A New 120 km Diameter Impact Structure‘, EPSL v. 184, pp. 353-357) als nicht schocktypisch beurteilt. Wenn das der Fall ist: Wie stehen Sie zu der Publikation von Trepmann & Spray (LPSC XXXV, 2004), in der deutlich gebogene PDFs in Quarz auf plastische Verformungen des Kristalls zurückgeführt werden?

In Erwartung einer spannenden, sachlichen Diskussion auf hohem wissenschaftlichen Niveau verbleiben wir mit freundlichen Grüßen an unsere Kollegen

CIRT

 

 

Wissenschaftliche Publikationen (2004-2006) zum Chiemgau-Impakt

2004

Hoffmann, V., Rösler, W., Schibler, l. (2004): Geophys. Res. Abstracts, 6, 05041.

Hoffmann et al. (2004): Evidence for an impact strewn field in SE Bavaria. Paneth-Kolloquium, Nördlingen.

Raeymaekers, B. & Schryvers, D. (2004): Iron silicides and other metallic species in the SE Bavarian strewn field). Paneth-Kolloquium Nördlingen.

Rappenglück et al. (2004): The Chiemgau impact event in the Celtic Period: evidence of a crater strewnfield and a cometary impactor containing presolar matter. http://www.chiemgau-impact.com/.

Rösler et al. (2004): Puzzling new carbon materials in forest soils: carbonaceous graphitic spherules (CGS) with diamonds. Paneth-Kolloquium, Nördlingen.

Schryvers, D. & Rössler, W. (2004): Diamond identification by TEM in carbonaceous graphitic sperules. Paneth-Kolloquium, Nördlingen.

 

2005

CIRT, Chiemgau Impact Research Team (2005): Kommentar zu: Der Tüttensee im Chiemgau – Toteiskessel statt Impaktkrater,  von Gerhard Doppler und Erwin Geiss (Bayerisches Geologisches Landesamt).

Ernstson, K. (2005): Gravimetrische Untersuchungen bei Grabenstätt: Anzeichen für einen Impaktursprung des Tüttensee-Kraters erhärtet. http://www.chiemgau-impact.com/.

Fehr, K.T., Pohl, J., Mayer, W., Hochleitner, R., Faßbinder, J., Geiß, E., Kerscher, H. (2005): A meteorite impact crater field in eastern Bavaria? A preliminary report. Meteoritics and Planetary Science, 40, 187-194.

Hoffmann, V., Rösler, W., Patzelt, A., Raeymaekers, B., van Espen, P. (2005): Characterization of a small crater-like structure in southeast Bavaria, Germany. Meteoritics and Planetary Science, 40, p. A129.

Rappenglück et al. (2005): Sind die Eisensilizide aus dem Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau kosmisch? – Eur. J. Mineral. 17, Beih. 1: 108.

Raeymaekers, B. (2005): A Prospective Biomonitoring Campaign with Honey Bees in a District of Upper-Bavaria (Germany). – Environmental Monitoring and Assessment, Vol. 116, No. 1-3. (May 2006), pp. 233-243.

Rösler, W., Hoffmann, V., Raeymaekers, B., Schryvers, D., Popp, J. (2005): Diamonds in carbon spherules – evidence for a cosmic impact?. Meteoritics and Planetary Science, 40, p. A129.

Schryvers, D. and Raeymakers, B. (2005): EM characterisation of a potential meteorite sample, proceeding of EMC 2004, Vol. II, p. 859-860 (ed. D. Schryvers, J.P. Timmermans, G. Van Tendeloo).

Schüssler (2005): Petrographie und Geochemie von mechanisch und thermisch geschockten Geröllen aus dem nördlichen Bereich des Impakt-Areals.

Schüssler (2005): New analyses – new photomicrographs: xifengite, gupeiite and titanium carbide.

Schüssler et al. (2005): Das Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau. – Eur. J. Mineral. 17, Beih. 1: 124.

2006

Rösler et al. (2006): Characterisation of a small craterlike structure in SE Bavaria, Germany. European Space Agency First International Conference on Impact Cratering in the Solar System. ESTEC, Noordwijk , The Netherlands, 812 May, 2006.

Rappenglück, B. und M. (2006): Does the myth of Phaethon reflect an impact? – Revising the fall of Phaethon and considering a possible relation to the Chiemgau Impact. Mediterranean Archaeology & Archaeometry (MAA), Vol.6, No.3 (2006), eingereicht im Juni 2006, akzeptiert (peer reviewed) und im Druck.

Dieses Dokument als pdf-Datei finden Sie hier

Übersetzung des Kommentars von Ferran Claudin

Ferran Claudin i Botinas: Kommentar zu „“THERE IS NO EVIDENCE SUPPORTING A “CHIEMGAU IMPACT” („Es gibt keine Anzeichen für einen Chiemgau-Impakt“) [Übersetzung aus dem Spanischen]

 

1 Einführung

Selbst über Impakte arbeitend und Kord Ernstson, einem der Verfechter des Chiemgau-Impaktereignisses, verbunden, habe ich die Presseerklärung mit ziemlicher Empörung gelesen. Das hier zu analysierende Geschriebene (Pamphlet [1]), unterschrieben von angesehenen Impaktforschern, kommt zum Schluss, dass der Chiemgau-Impakt immer mehr Bedeutung in den Medien bekommt (die, s.st., „nicht wissenschaftlich“ seien).

Im genannten Schreiben (Pamphlet), verneinen die Autoren den Impaktursprung und verweisen auf:

a) kein meteoritisches Material

b) keine Impaktschmelze

c) keine Schockmetamorphose

d) den glazialen Ursprung (Toteiskessel) für die meisten der Krater von CIRT, aber eigenartigerweise nicht für die von Fehr et al.

e) Die Größe und Verteilung der Krater, die nicht mit denen der anerkannten Kraterfeldern übereinstimmt

f) die Veröffentlichung der Ergebnisse des CIRT nur in Zeitschriften ohne peer-review.

All diese Argumente, rasch und ohne weiteres Nachdenken gelesen, zusammen mit der wissenschaftlichen Reputation der Unterzeichner, beeindrucken und scheinen die Waagschale in Richtung der Meinung der Impaktgegner zu verlagern.

Aber was eigenartigerweise auffällt: Die Autoren, die einen Impakt verneinen, bringen in den Literaturzitaten am Ende der Erklärung auch ein Zitat, das im Text überhaupt nicht angesprochen wird. Und das ist vor allem der Grund, wie ich weiter unten rechtfertigen werde, warum ich das Geschriebene als ein Pamphlet bezeichne.

1. Analyse der Argumente, die gegen einen Impakt vorgebracht werden

Für jeden, der die Webseite  http://www.chiemgau-impact.com/ [bzw. www.chiemgau-impakt.de – der Übers.] besucht und dort sämtliche dort zusammengestellten Informationen gelesen hat, bleiben mehrere der Behauptungen [der Presseerklärung – der Übers.] erstaunlich.

Was das angebliche Fehlen der Schockeffekte anbetrifft: Auf Grund welcher Untersuchungen basiert diese Behauptung? Die Impaktbefürworter weisen die Schockeffekte nach, dokumentieren und illustrieren sie. Ihre Gegner beschränken sich allein darauf, das zu leugnen. Aber auf welcher Grundlage wovon? Mit welchen Beweisen?

Was die Impaktschmelzen anbetrifft: Wie sollen wir die Glaskrusten einiger Klasten ansehen? Die vom CIRT durchgeführten geochemischen und mikroskopischen Analysen dokumentieren und beweisen, dass es sich um Schmelzkrusten handelt. Warum unterschlagen die Unterzeichner der Presseerklärung (und zitieren es nicht), dass eine andere Forschergruppe, die im Chiemgau arbeitet, über Schmelzgesteine in einem der Krater aus dem Streufeld publiziert hat (Rösler 2006)?

Es stellt sich wieder dieselbe Frage: Auf welcher Grundlage leugnen die Impaktgegner diese Befunde? Haben sie neue Resultate, die wir nicht kennen aber die vielleicht veröffentlicht werden sollen – aber warum werden die dann nicht zitiert?

Und was die Größe und Verteilung der Krater anbetrifft, die nicht mit den Daten für die heute bekannten Streufelder einhergehen: das klingt so, als ob man die Realität an Modelle anpassen möchte – und nicht umgekehrt. Das verhält sich genauso wie mit der Behauptung, dass bei großen Impaktstrukturen Reste des Projektils nicht überleben können – bis man in der Morokweng-Struktur makroskopisch meteoritisches Material fand und nunmehr alle bisher anerkannten Modelle das berücksichtigen müssen. Zieht man in Betracht, dass möglicherweise – wie es Forscher der Holocene Impact Working Group tun – die Auflistung junger Krater ziemlich unvollständig ist, weil man bisher viele Strukturen einfach übersehen hat? Falls das zutrifft, müssen die Statistiken und folglich die Modelle geändert werden.  Modelle sind was sie sind: Modelle … Versuche, die Realität abzubilden auf der Basis einer Reihe von Prämissen … mehr nicht. Sie sind nicht die Wahrheit und schon gar nicht die Realität. Ihnen einen Wert beizumessen über das hinaus, was sie repräsentieren, klingt, sie wie Götter zu rühmen.

Die Behauptung, der Großteil der Krater seien Eiszeitkessel, verträgt sich mit nichts, was von CIRT auf deren Webseite abgehandelt wird. Wie rechtfertigen sie (die Unterzeichner – der Übers.) diese Behauptung angesichts der makroskopischen und mineralogischen Charakteristika, die die Krater aufweisen? Wie wird diese Behauptung im Hinblick auf die geophysikalischen Daten gerechtfertigt?

Schließlich eine „saftige“ Behauptung: Sie (CIRT – der Übers.) haben ihre Ergebnisse nicht in peer-review-Zeitschriften publiziert. Ja und? Was soll damit angedeutet werden? Dass sie sich nicht trauen, sie bestätigen zu lassen? Wollen die Unterzeichner damit sagen, dass eine Publikation nicht wissenschaftlich ist, solange sie nicht ein peer-review durchgemacht hat? Wollen sie damit andeuten, dass die CIRT-Autoren eine Hypothese einfach nur mal so erfunden haben? Bis jetzt und im Hinblick auf die durchgeführten Untersuchungen und die beigebrachten Daten, meine ich, dass es niemanden gibt, der den wissenschaftlichen Wert des CIRT leugnen kann. Eine andere Sache ist es, ob die Resultate korrekt sind oder nicht – eine Sache, die anhand von Beweisen und Interpretationen erhellt werden muss, also auf wissenschaftliche Art und Weise. Andererseits ist die Behauptung insofern nicht wahr, als ein Teil der Ergebnisse durchaus in Review-Zeitschriften steht, wie man auf der Webseite des CIRT lesen kann.

3. Warum spreche ich von einem Pamphlet?

Im Spanischen versteht man unter „libelo“ (Pamphlet) alles Geschriebene, das irgendjemanden direkt oder indirekt diffamiert. Und entsprechend versteht man unter diffamieren, wenn man über jemanden Sachen äußert bezogen auf seine Moral und Rechtschaffenheit, die ernsthaft seinen guten Ruf beschädigen, ihn herabsetzen.

Nach allem, was ich bisher geschrieben habe, möchte ich die Aufmerksamkeit auf zwei Behauptungen der Impaktgegner lenken: darauf, dass die Impaktbefürworter nicht in peer-review-Zeitschriften publizieren, und darauf, dass es keine Schockeffekte gibt. Beide sind für mich die definitiven Beweise, die es mir erlauben, von einem Pamphlet zu sprechen.

Die erste Behauptung, sie hätten nicht in peer-review-Zeitschriften veröffentlicht (auch wenn das nicht ganz sicher ist – siehe: http://www.chiemgau-impact.com/reply.html) unterstellt, dass wenn man nicht  peer-reviewed publiziert, das Geschriebene nicht weiter beachtet werden muss, da es nicht wissenschaftlich ist. Ohne auf Einzelheiten einzugehen: Betroffene wären Darwin, Mendel und andere hervorragende Wissenschaftler, wenn es damals schon so gewesen wäre (… aber in der Zeit gab es die Person des Referee nicht). Dass ein Referee eine effektive Methode ist und war, die Spreu vom Weizen zu trennen, also das was eine wissenschaftliche Basis hat von dem, was sie nicht hat …. keine Frage: einverstanden! Gleichzeitig aber ist es wahr, dass sich der Referee mittlerweile in ein Monstrum mit diversen Köpfen verwandelt hat. Viele Wissenschaftler sehen ihre Arbeiten blockiert, weil es Situationen gibt (und zwar nicht wenige; siehe Martin 1999), in denen der Referee dazu benutzt wird, als Filter zu agieren, um einer dominanten Gruppe ihren status quo zu garantieren.

Ich möchte annehmen, dass kein Wissenschaftler heute derart naiv ist, die Wissenschaft allein als einen Betrieb anzusehen, der sich auf Skepsis und die Öffnung gegenüber neuen Ideen gründet, in dem aber die Überprüfung von Argumentation und Erkenntnis nur durch die eigenen Verdienste gerechtfertigt wird. Das wäre (unter anderen Konzepten) ein Betrieb oder eine Gemeinschaft des Nutzens (im Sinne von Barnes 1977, wo der Nutzen Geld, Macht, Status, Privilegien und andere Vorteile sein können). Innerhalb dieses Konzeptes werden Personen (und ihre Ideen), die vorhaben, den konventionellen Blickwinkel zu ändern, oftmals zuallererst ignoriert, dann beschimpft (diffamiert, herabgewürdigt), und wenn das alles nicht funktioniert, durch Personen der herrschenden Gruppe attackiert (mittels Ostrazismus, exzessiver Begutachterung, Blockierung von Publikationen, Abweisung von Projekten, Blockierung von Unterstützungen, Entlassung …). Genau dieser Zusammenhang ist es, in dem ich die Presseerklärung gegen die Chiemgau-Hypothese ansiedle. Und nicht ohne einen gewissen Schmerz  stelle ich fest: einige der Unterzeichner waren (und werden es auch sein) eine wissenschaftliche Instanz erster Ordnung in meinem Bildungsgang. Wäre die Presseerklärung auf der Basis wissenschaftlicher Beweise ergangen, ich hätte nur unter dem Blickwinkel diskutieren müssen, wie die Wissenschaft im allgemeinen vorgeht (konkret die dominanten Gruppen)

Was die zweite Behauptung angeht, die angebliche Nichtexistenz von Schockmetamorphose … ich hoffe, dass das niemandem entgeht, und deshalb verdeutliche ich es nochmal in dieser meiner Replik: der Umstand, dass in der Bibliographie der Presseerklärung eine Publikation von Langenhorst & Deutsch (1996) angeführt wird. Auf diese Publikation wird im Text nicht eingegangen. Warum wird sie dort nicht zitiert? Ich könnte diverse plausible Erklärungen anführen, aber an dieser Stelle des Films fällt mir schlicht nur eine einzige ein. Ohne auch die nur geringste Art von fair-play zuzubilligen, das sie selbst  nicht mehr verdienen, deuten sie an, dass einer der Autoren vom CIRT – konkret K.Ernstson – in Azuara gearbeitet hat, und in Azuara, so Langenhort & Deutsch gibt es keine Anzeichen von Schock, and damit gibt es sie auch nicht im Chiemgau. Anders ausgedrückt: Alle Forschungen der CIRT-Gruppe taugen nichts. Ein Äquivalent des einer für alle und alle für einen der Musketiere mit neuem Sinn. Die Gruppe, in der sich Ernstson befindet, ist unfähig, Schockeffekte zu erkennen und zu dokumentieren. Der Trick ist leicht zu durchschauen: Die Gruppe, die die Macht hat, macht den Topf mit den Essenzen auf und greift ins Volle, wie bei vielen andere Gelegenheiten des Diffamierens. Was die Azuara-Sache anbelangt, haben Langenhorst und Deutsch den Vorwurf der wissenschaftlichen Unehrlichkeit einstecken müssen (die Antwort auf das „warum“ steht hier http://www.impaktstrukturen.de/spain/die-azuara-impaktstruktur/schockmetamorphose/). Offenbar wandelt die Presseerklärung auch auf dieser Linie.

 

Perfundet omnia lucet

Ferran Claudin i Botinas.

Sta Mª de Palautordera, a 6 de Diciembre del 2006.

 

 

 

 

Zitierte Literatur:

Langenhorst, F. & Deutsch, A. (1996): The Azuara and Rubielos structures, Spain: Twin impact craters or Alpine thrust systems? TEM investigations on deformed quartz dispove shock origin. Lunar and Planetary Science XXVII, 725-726.

 CIRT, Chiemgau Impact Research Team (2004): Did the Celts see a cometary impact 200 B.C.? (Sahen die Kelten einen Kometeneinschlag 200 v. Ch.?) http://www.astronomy.com/asy/default.aspx?c=a&id=2519

Martin, B (1999): Suppression of dissent in science. Research in Social Problems and Public Policy, Vol. 7, Freudenburg, W.R. & Youn, T.I.K. eds, Stanford, C.T.: JAI Press, 1999, pp 105-135.

(Der Text kann unter dieser Adresse http://www.uow.edu.au/arts/sts/bmartin/pubs/99rsppp.html heruntergeladen werden. Dort findet der Leser weitere Links zu mehr Informationen über die Methode der Unterdrückung in der Wissenschaft und wie sie operiert.)

Barnes, B (1977): Interests and the growth of knowledge. London: Routledge and Kegan Paul.

Rösler et al. (2006 ): Characterisation of a small craterlike structure in SE Bavaria, Germany. European Space Agency First International Conference on Impact Cratering in the Solar System. ESTEC, Noordwijk , The Netherlands, 812 May, 2006.

 


[1] Unter Libelo versteht man im Spanischen jenes Geschriebene in dem jemand direkt oder indirekt diffamiert wird.

Zur Presseerklärung des Naturkundemuseums Berlin

Zur Presseerklärung des Naturkundemuseums Berlin (Dr. Gesine Steiner) haben wir von Ferran Claudin aus Spanien eine Stellungnahme erhalten, die wir hier im spanischen Originaltext veröffentlichen.

Zur Presseerklärung des Naturkundemuseums Berlin (Dr. Gesine Steiner) haben wir von Ferran Claudin aus Spanien eine Stellungnahme erhalten, die wir hier im spanischen Originaltext veröffentlichen.

Comentario sobre “THERE IS NO EVIDENCE SUPPORTING A “CHIEMGAU IMPACT”

1. Introducción:

Trabajando en impactos y estando agradecido a Kord Ernstson, uno de los proponentes de el evento de impacto de Chiemgau, no he podido dejar de leer con una indignación considerable la nota de prensa del Naturkundemuseum.

El escrito (libelo[1]) analizado en estas lineas, firmado por prestigiosos científicos en la investigación sobre impactos, surge como consecuencia (según ellos) del hecho que la propuesta del “impacto de chiemgau” estaba adquiriendo cada vez más fuerza en los “medios de divulgación” populares (esto es “no científicos” s.s.).

En dicho escrito (libelo), sus autores niegan la génesis por impacto propuesta para el conjunto de estructuras del campo de cráteres de Chiemgau, basándose en:

  1. La no presencia de material meteorítico en los cráteres de la zona
  2. La no presencia de fundido de impacto
  3. La no presencia de metamorfismo de choque
  4. Deformaciones macroscópicas en los clastos que no son inequívocamente atribuibles al choque
  5. La génesis por glaciarismo (kettle holes) de la mayoría de cráteres citados por el CIRT, aunque curiosamente no por Fehr et al. (2005)
  6. El tamaño y distribución de los cráteres, que no concuerda con los de campos de cráteres confirmados
  7. La publicación de los resultados, por parte del CIRT, en revistas carentes de “peer review”.

 

Todos estos argumentos, leídos de carrerilla, sin ninguna otra reflexión, conjuntamente con la categoría científica de los firmantes impresionan y parecen decantar la báscula de la opinión hacia los “no impactistas”.

Es curioso observar que los autores que niegan la génesis por impacto incluyen unas citas bibliográficas al final de su escrito que no siempre citan en el texto. Esta es la razón por la cual, como luego justificaré, tildo dicho escrito – en mi opinión – de libelo sensu estricto.

 

2. Análisis de las argumentaciones en contra de un orígen por impacto:

Para cualquiera que haya visitado la web http://www.chiemgau-impact.com/, y leído toda la información que en ella se suministra, no dejan de ser sorprendentes algunas de las afirmaciones.

En cuanto a la no presencia de rasgos de metamorfismo de choque, ¿en base a que estudios sustentan esta afirmación?. Los proponentes de la hipótesis de impacto hallan, documentan e ilustran sus descubrimientos. Sus oponentes tan sólo se limitan a negarlo. ¿Pero en base a que?. ¿Con que pruebas?

En cuanto a los fundidos de impacto…¿Cómo hemos de considerar las envueltas vítreas de algunos clastos? Los análisis geoquímicos y microscópicos realizados por el CIRT documentan y prueban que se trata de una corteza de fusión. ¿ Porqué los firmantes de la nota de prensa suprimen – y por tanto no citan – el hecho que otro grupo que trabajó en uno de los cráteres del campo de impacto de Chiemgau (Rösler et al. 2006) ha publicado el hallazgo de fundidos de impacto?

De nuevo surge la misma pregunta, ¿en base a que niegan la evidencia los autores impactistas?. ¿Poseen nuevos resultados que no hemos podido ver porque aún están pendientes de su publicación, pero no los citan?.

Que el tamaño y distribución de los cráteres no concuerda con los de campos de cráteres hoy por hoy confirmados……suena a querer hacer casar la realidad con los modelos y no al revés. Es algo parecido a la afirmación, hasta el descubrimiento del material meteorítico presente en la estructura de Morokweng, de que no pueden sobrevivir restos meteoríticos en las grandes estructuras ya que según todos los modelos al uso se tienen que desintegrar….. ¿Han tenido en cuenta que a lo mejor, tal y como afirman algunos investigadores del Holocene Impact Working Group, el registro de cráteres recientes es bastante incompleto porque se han pasado por alto bastantes estructuras? Si esto fuera así, entonces las estadísticas y por ende los modelos se deberían modificar. Los modelos son tan sólo eso: Modelos…Intentos de reproducir la realidad basándose en una serie de premisas…nada más. Ayudan y son una buena herramienta…nada más. No son la verdad, ni mucho menos la realidad. Conferirles un valor más allá de lo que representan, suena a loarlos como si fueran Dioses.

La afirmación de que la mayoría de cráteres corresponden a kettle holes, con lo expuesto en la web del CIRT no se sostiene por ninguna parte. ¿Cómo justifican esta afirmación en función de las características macroscópicas y mineralógicas de los materiales presentes en los cráteres? ¿Cómo justifican esta afirmación en función de los datos geofísicos? .

Por último, una afirmación jugosa: NO HAN PUBLICADO SUS RESULTADOS EN REVISTAS ARBITRADAS. ¿Y?. ¿Qué quieren insinuar, ya que no se atreven a afirmarlo?. ¿Pretenden decir que cualquier publicación que no haya pasado el arbitraje no es científica? ¿Sólo insinúan que los autores del CIRT se han inventado una hipótesis ad hoc?.  Hasta el presente, y en función de las investigaciones realizadas y datos aportados, no pienso que haya nadie que pueda negar la valía científica del trabajo del CIRT. Otra cosa es que sus resultados sean correctos o no, cosa que se debe dilucidar en función de las pruebas e interpretaciones…..esto es, de un modo científico. Por otra parte, la afirmación no es cierta ya que si han publicado parte de sus resultados en revistas arbitradas (como puede leerse en la web del CIRT)

 

3. ¿ Porqué hablo de un libelo?

En español, se entiende por libelo aquel escrito en el cual se difama directa o indirectamente a alguien. A su vez, se entiende por difamar el decir de alguien cosas relativas a su moral o su honradez que perjudican gravemente su buena fama; desprestigiar.

Tras lo expuesto hasta el presente en mi escrito, quiero llamar la atención sobre dos afirmaciones de los no impactistas. La de que los autores no impactistas no han publicado en revistas arbitradas y en la de que no hay evidencias de metamorfismo de choque. Ambas constituyen la prueba del algodón que me permite afirmar que el escrito aquí analizado constituye un libelo.

La primera, que no han publicado en revistas arbitradas, aparte de no ser cierta (ver http://www.chiemgau-impact.com/reply.html) , insinúa que si no se publica en lugares arbitrados no hay que hacer caso porque no es científico….Sin entrar en muchos detalles, apañados estarían Darwin, Mendel y otros científicos insignes si esto hubiera sido así (en aquella época no existía la figura del arbitro….). Que el arbitraje ha constituido y constituye un eficaz método para separar la paja del grano, esto es para seleccionar lo que tiene una base científica de lo que no…evidentemente de acuerdo. Pero lo cierto es que el arbitraje también se ha convertido en un monstruo de diversas cabezas…Muchos científicos ven paradas sus publicaciones porque en ocasiones, y no pocas (ver Martin, 1999), el arbitraje se utiliza como un filtro que permite al grupo dominante mantener su statu quo. Quiero suponer que ningún científico es tan ingenuo a estas alturas para ver la ciencia tan sólo como una empresa basada en el escepticismo y la apertura hacia las nuevas ideas, en la cual la argumentación y la evidencia son examinadas por sus propios méritos. Esto, que es lo que debiera ser, ha pasado a ser (entre otras concepciones) una empresa o comunidad de intereses (en el sentido de Barnes, 1977; donde los intereses pueden ser dinero, poder, estatus, privilegios….u otras ventajas). Dentro de esta concepción, las personas (y sus ideas) que pretenden cambiar el punto de vista convencional, a menudo son en primer lugar ignoradas, después denostadas (difamadas, desprestigiadas), y cuando esto no funciona, atacadas (mediante el ostracismo, el escrutinio excesivo, el bloqueo de publicaciones, la denegación de trabajos, el bloqueo de ayudas, traslados…..) por parte del grupo dominante. Es en este contexto en el que incluyo el escrito contra la hipótesis de Chiemgau. Y no sin cierto dolor, dado que algunos de los firmantes han constituido (y siguen constituyendo) una referencia científica de primer orden en mis estudios. Si el escrito se hubiera dedicado a afirmar en base a pruebas científicas, no hubiera habido nada que discutir bajo el prisma de cómo opera por lo general la ciencia (en concreto los grupos dominantes).

En cuanto a la segunda afirmación, la de la no existencia de rasgos de metamorfismo de choque… Espero que a nadie se le escape, y para eso lo verbalizo en esta réplica, el hecho de la presencia de una publicación de Langenhorst & Deutsch (1996) en la bibliografía de la nota de prensa. Dicha publicación no se cita en el texto, ¿Por qué no se cita? Podríamos dar diversas explicaciones plausibles, pero a esta altura de la película sencillamente solo se me ocurre una. Sin conceder ningún tipo de fair-play, ya que no se lo merecen, vienen a insinuar que como uno de los autores del CIRT – en concreto K. Ernstson – ha trabajado en Azuara, y en Azuara según Langenhorst y Deutsch no existen evidencias de metamorfismo de choque, entonces tampoco las hay en Chiemgau. O sea, toda la investigación realizada por el grupo del CIRT no vale. Un equivalente del uno para todos y todos para uno de los mosqueteros sacado fuera de contexto; el que se halle Ernstson en el grupo lo inhabilita para poder documentar o establecer rasgos de metamorfimo de choque. En este punto si que se les ve el plumero. El grupo de poder destapa el tarro de las esencias y se dedica de pleno, como tantas otras veces a difamar.  Al igual que  en el caso de Azuara, donde puede acusarse de poca honestidad científica a Langenhorst y Deutsch (el “porqué” se intenta explicar en: http://www.impact-structures.com/spain/controversy/review.html), la nota de prensa sigue la misma línea.

 

Perfundet omnia lucet

Ferran Claudin i Botinas.

Sta Mª de Palautordera, a 6 de Diciembre del 2006.

 

 

 

Bibliografía citada:


[1] Se entiende por libelo a cualquier escrito en el cual se difama, directa o indirectamente, a alguien.

Pressemitteilung

– in Auszügen und mit Abwandlungen gedruckt von

  • Traunsteiner Wochenblatt, 22.7. 2006
  • Chiemgau-Zeitung, 22./23.7 2006
  • Alt-Neuöttinger Anzeiger, 25.7. 2006

 

Termin beim Minister: (von links) Dr. Michael Rappenglück, Prof. Dr. Egon Greipl, Dr. Christian Soika, Klaus Steiner (im Vordergrund), dahinter Dr. Andreas Baur, Dr. Walter Irlinger, Dr. Thomas Goppel, Hans-Peter Matheisl, Werner Mayer, Prof. Dr. Kord Ernstson.

Weichenstellung für die Forschung am Chiemgau-Impakt: Landesamt für Denkmalpflege und Impaktforscher legen Konflikt bei

Hat es in historischer Zeit, vor etwa 2500 Jahren, in der Region zwischen Altötting, dem Chiemsee und den Chiemgauer Alpen eine große Katastrophe gegeben, die durch einen extraterrestrischen Körper, z.B. einen zerplatzenden Kometenkern, verursacht wurde?

Diese Frage bewegt sei einigen Monaten zusehends die Gemüter der Laien und führte zu heftigen Auseinandersetzungen unter Fachleuten, die zuletzt immer mehr über die Medien ausgetragen wurden.

Besonders schwierig gestaltete sich das Verhältnis zwischen den Vertretern des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und der unmittelbar die Forschung betreibenden Gruppe CIRT (Chiemgau Impact Research Team). In dieser hatten sich Amateur-Archäologen, die erstmalig auf ungewöhnliche Bodenformationen und Materialien in der Region gestoßen waren und Fachwissenschaftler (unter anderem von der Universität Würzburg) zusammengeschlossen, um das Phänomen, das unter dem Titel Chiemgau-Impakt Schlagzeilen gemacht hatte, gründlich zu erforschen.

Die Kritik beider Seiten aneinander bezog sich nicht nur auf die vorgetragene Theorie des Impakts (Einschlags) eines extraterrestrischen Körpers, sondern auch auf die Frage, inwieweit bei der geologischen Forschung etwaige archäologische Funde im gleichen Gebiet unbeabsichtigt in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Der gesetzliche Auftrag des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, dem der wichtige Schutz archäologischer Denkmäler obliegt und das gleichermaßen berechtigte Anliegen der geologisch-mineralogischen Forschung, ein Kraterfeld zu untersuchen, das hinsichtlich seiner Größe, der Materialbefunde und seines jungen Alters weltweit eine Besonderheit darstellt, trafen hart und wie es schien unversöhnlich aufeinander.

Die Amateur-Archäologen und die an der Forschung beteiligten Fachwissenschaftler sahen sich durch die staatliche Behörde zusehends in die Ecke der „Hobbyforscher“ abgeschoben oder gar in Zusammenhang mit „Raubgräbern“ gesetzt und erfuhren, dass ihre wissenschaftliche Forschung durch Versagen von Genehmigungen stellenweise kräftig behindert wurde. Andererseits werteten die Vertreter des Landesamts für Denkmalpflege im Verbund mit anderen Fachwissenschaftlern die Tätigkeit des CIRT als Herausforderung der eigenen Forschung und mögliche Gefährdung archäologisch bedeutender Fundstellen.

Um den Konflikt zu entschärfen, Vertrauen wieder herzustellen und die zukünftige Arbeit von Denkmalschützern und Impaktforschern zu koordinieren, traf man sich dieser Tage zu einem hochrangigen Gespräch mit Dr. Thomas Goppel, dem Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Bayerischen Landtag. Vertreten waren unter anderem Klaus Steiner, Bezirksrat Traunstein, Prof. Dr. Egon Greipl, Generalkonservator und Dr. Walter Irlinger vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Dr. Christian Soika, Kreisheimatpfleger Lkrs. Traunstein, Prof. Dr. Kord Ernstson, Dr. Michael A. Rappenglück MA, Werner Mayer, Hans-Peter Matheisl vom CIRT.

Bezirksrat Klaus Steiner, im Auftrag von  Landtagspräsidenten Alois Glück, hatte sich bereits im Vorfeld seit Monaten in vielen Einzelgesprächen darum bemüht, die Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um die Chance zu wahren, die Erforschung des Phänomens „Chiemgau-Impakt“ weiterhin zu betreiben, ungeachtet einer abschließenden wissenschaftlichen Bewertung. Auch Herr Sepp Konhäuser, stellvertretender Landrat des Lkrs. Traunstein, war in den vergangenen Monaten immer wieder dafür eingetreten, die Arbeit der Forschergruppe CIRT nicht öffentlich zu disqualifizieren und seitens der Behörden der Unseriosität zu bezichtigen. In einem Schreiben an Herrn Staatsminister Dr. Thomas Goppel wies er darauf hin, dass durch CIRT eine wichtige wissenschaftliche Arbeit verantwortlich geleistet wird, die nicht behindert werden sollte. Nur so könnten die Ergebnisse im weiteren Wider- und Wettstreit mit alternativen Resultaten anderer Forschergruppen eine Prüfung der Hypothese möglich machen, die, wenn sie sich als stimmig erwiese, der Region ein einzigartiges Naturdenkmal bescheren würde.

In dem etwa einstündigen Gespräch gelange es jenseits von Vorwürfen, Missverständnissen und Vertrauensverlusten, eine neue Basis für eine Annäherung zwischen Landesamt für Denkmalpflege und Impakt-Forschern zu legen. Die Bedeutung und Seriosität der Forschungstätigkeit des Chiemgau Impact Research Teams wurde seitens der staatlichen Behörde anerkannt, ungeachtet bestehender wissenschaftlicher Meinungsverschiedenheiten. Man war sich einig, dass der Begriff „Hobbyforscher“ unglücklich und unangemessen sei, angesichts der fachlichen Kompetenz und der Leistung der Gruppe des Chiemgau Impact Research Teams. Da der vergangene mediale Schlagabtausch einer Erforschung des vermuteten Impakt-Phänomens und späteren Bewertung pro/contra entgegensteht, wurde vereinbart, dass das Landesamt und Impakt-Forscher miteinander ins Gespräch kommen, Informationen austauschen sowie  eine engere Zusammenarbeit anstreben. So will man  beidem gerecht werden: den Zielsetzungen der archäologischen Forschungen und den gesetzlichen Rahmenbedingungen des Denkmalschutzes, als auch dem Anspruch auf eine gründliche interdisziplinäre Erforschung des Chiemgau-Impakts, dessen wissenschaftliche und kulturhistorische Bedeutung außerordentlich wäre, wenn sich die vorgetragenen Hypothesen noch weiter bestätigen lassen.

In Zukunft werden sich Dr. Walter Irlinger vom Landesamt für Denkmalpflege und Dr. Michael Rappenglück vom CIRT abstimmen, damit spezielle geologische Grabungsprojekte zur  Erforschung des Chiemgau-Impakts nicht in Konflikt mit dem Schutz archäologischer Fundstellen gelangen. Auch soll auf diese Weise die Koordinierung verschiedener Forschergruppen, die sich in nächster Zeit der Erforschung des Phänomens zwischen Altötting und dem Chiemseegebiet widmen wollen, eingeleitet werden. Im Gespräch vom 19.07.2006 wurde auch die Schaffung einer Clearing-Stelle diskutiert. Sämtliche Beteiligte waren sich darin einig, dass diese, falls sie eingerichtet würde, ausdrücklich nicht als Instrument einer „wissenschaftlichen Evaluation“ dienen kann, sondern für Zweifelsfälle in Fragen der Grabungserlaubnis, wenn beabsichtigt wird, die geologischen Forschungen in archäologisch relevantem Gebiet durchzuführen oder bei ähnlich gelagerten Problemfällen mit rechtlicher Relevanz für den Denkmalschutz.

Es ist zu hoffen, dass statt der teilweise sehr harten und unversöhnlichen Streitigkeiten der vergangenen Jahre nun eine produktive Erforschung eines ungewöhnlichen und möglicherweise sensationellen Phänomens möglich ist, das Bayern vielleicht einen weiteren „Meteoritenkrater“ und sogar ein Kraterstreufeld beschert.