Impakt-Museum Grabenstätt: der Chiemgau-Impakt virtuell

Anklicken des Bildes führt Sie direkt zum virtuellen Impakt-Museum-Grabenstätt, das aus Anlass eines füheren Internationalen Museumstages ganz neu gestaltet und auf neuesten Erkenntnisstand gebracht wurde.

Im Hinblick auf den kürzlich erfolgten Wikipedia-Eintrag zum Chiemgau-Impakt, auf schlimme Art und Weise nach einem vorherigen Enzyklopädie-Eintrag mit Hilfe der „einschlägig“. bekannten Ablehner und eines offensichtlich assoziierten Administrators nunmehr wieder zu einer Meinungsmaschine geworden ist (unser Kommentar dazu), legen wir auch denjenigen Interessierten am Impakt, die das jetzt ganz neu gestaltete reale Museum nicht besuchen können, diesen virtuellen Besuch ans Herz.

Matthias Köpf von der SZ: eine „Glosse“ zum Chiemgau-Impakt

Durch Zufall bin ich (K.E.) heute auf diesen Beitrag vom Oktober 2025 (!): in der Süddeutschen Zeitung SZ gestoßen:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/chiemgau-tuettensee-meteoritenkrater-li.3322897

Mein Kommentar: Einen dümmeren Artikel zu unserem Impakt habe ich schon lange nicht mehr gelesen – und das in der SZ. Kein Ruhmesblatt für die SZ! Es liest sich, als ob R. Darga dem Journalisten die Feder geführt hat. Matthias Köpf ist dem Artikel gemäß aus Grabenstätt. Vielleicht sollte er mal zum dortigen Rathaus gehen und das Impakt-Museum in der Schloßökonomie besuchen.

Aber dazu passt wunderbar der jüngste sehr aufschlussreiche Beitrag, den H.-P. Matheisl von der KI hat verfassen lassen und der hier angeklickt werden kann:

https://www.impaktstrukturen.de/wp-content/uploads/2026/02/13.2.-Chiemgau-Finale-Dokumentation.pdf

Zwei neue Beiträge zum Chiemgau-Impakt: LPSC 2026 Tagung

Für die jährliche renommierte Tagung der LPSC 2026 (58th Lunar & Planetary Science Conference in Houston/The Woodlands im März) sind wieder neue Beiträge (ePoster) zu unserer – man muss schon sagen: gänzlich neue Entwicklung einleitenden – Impakt-Forschung angenommen worden. Schon jetzt sind die Abstracts im Web publiziert worden und können auch hier angeklickt werden:

Der Chiemgau-Impakt, das Digitale Geländemodel und die KI

Untersuchung des Chiemgau-Impakt-Ereignisses (Meteoriten-Einschlag in Südost-Bayern) und seiner Kraterstreufelder mithilfe extrem hochauflösender Digitaler Geländemodelle (DGM 1).

Wichtige Erkenntnisse

  1. Geologische und physikalische Belege
    • Krater in lockeren Sedimenten (nicht in festem Gestein).
    • Funde: Schockmetamorphose, Impaktgläser, polymiktische Brekzien, Mikrotektite, Metall- und Kohlenstoffsphärulen.
    • Seltene Minerale: Gupeiit, Xifengit, Hapkeit, Moissanit, Carbide und CAIs.
    • Tsunami-Spuren im Umfeld des Chiemsees durch Doppelkrater am Seegrund.
  2. Paradigmenwechsel durch DGM 1
    • Horizontale Auflösung: 1 m, vertikal bis 0,1 m.
    • Vegetation und Gebäude werden entfernt → reine Bodenstruktur sichtbar.
    • Neue Analyse von Kratermorphologien möglich (z. B. Fingerstrukturen, Mehrfachringe, terrassierte Ränder).
    • Vergleich mit Kratern auf Mond und Mars.
  3. Große Kratergruppen (Beispiele)
    • Brunnensee/Griessee: komplexe Mehrfachstruktur, keine Toteisbildung.
    • Obing: symmetrische Profile, fingerartige Ränder durch Instabilitäten (Rayleigh-Taylor, Kelvin-Helmholtz).
    • Tittmoning/Asten/Leitgering: Kraterketten, widersprechen Eiszeit-Interpretation.
    • Chiemsee: mehrere Krater am Seegrund, Butterfly-Ejecta-Muster.
    • Eglsee: Ähnlichkeit mit Barringer-Krater, durch Tsunami teilweise verfüllt.
    • Weitere: Eschenau, Laubensee, Bärnsee, Tüttensee-Ensemble.
  4. Diskussion
    • DGM 1 ermöglicht Erkennung extrem flacher, junger Krater auch in bewaldeten oder schwer zugänglichen Gebieten.
    • Hypothese: Touchdown-Airburst-Impakte erklären ungewöhnliche Morphologien.
    • Forschungsergebnisse könnten die Zahl bekannter Impaktstrukturen weltweit stark erhöhen.

Schlussfolgerung

  • Die Kombination aus Digitalem Geländemodell und moderner Datenanalyse führt zu einem Paradigmenwechsel in der Impaktforschung.
  • Das Chiemgau-Ereignis ist ein Schlüsselbeispiel für junge, komplexe Krater in weichen Sedimenten und deren geologische sowie kulturelle Auswirkungen.
  • Die Kombination aus Digitalem Geländemodell und moderner Datenanalyse führt zu einem Paradigmenwechsel in der Impaktforschung.
  • Das Chiemgau-Ereignis ist ein Schlüsselbeispiel für junge, komplexe Krater in weichen Sedimenten und deren geologische sowie kulturelle Auswirkungen.

Der Chiemgau-Impakt und das Digitale Geländemodell DGM 1

Artikel Teil 3 : die großen Krater

In weiterer Fortführung unserer Beschreibung mit einer Zusammenfassung des Impakt-Inventars der Chiemgau Streuellipse bringen wir hier den dritten Teil, der wiederum auf Englisch beim Wissenschaftsportal Researchgate als Vordruck (Preprint) veröffentlicht ist. Sowohl die englische Version als auch eine deutsche Computer-Übersetzung können hier als PDF heruntergeladen werden (Titel anlicken):
The Chiemgau Impact (Germany) meteorite crater strewn field and the role of Digital Terrain Models. – Model craters, Part 3: the large craters – Lake Brunnensee/Griessee crater, Lake Obing crater, the Tittmoning (Asten, Leitgering) craters, Lake Chiemsee multiple crater, Eglsee crater, Lake Eschenau and Lake Laubensee craters, Lake Bärnsee crater, Lake Tüttensee crater ensemble. – K. Ernstson and J. Poßekel

Das Meteoritenkraterfeld Chiemgau (Deutschland) und die Rolle hochauflösender digitaler Geländemodelle. – Modellkrater, Teil 3: die großen Krater. – Kord Ernstson und Jens Poßekel

Die deutsche Übersetzung wurde automatisch mit dem Programm Deepl erzeugt; Übersetzungs-Kuriositäten einzelner Begriffe wurden nicht geändert.